Erektile Dysfunktion: Prävalenz, Ursachen und Therapieansätze

Erektile Dysfunktion (ED) ist eine weit verbreitete sexuelle Funktionsstörung, die Männer aller Altersgruppen betreffen kann. Diese Störung kann erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität und das Selbstwertgefühl der Betroffenen haben.
In diesem Artikel werden wir über Erektile Dysfunktion, auch mit ED abgekürzt, berichten und darstellen, wie hoch die Prävalenz einzuschätzen ist, wie man die sexuelle Störung versteht und fasst und welche Behandlungsmöglichkeiten es bei Erektiler Dysfunktion gibt.
sexueller Missbrauch in der Kindheit: Auswirkungen auf psychische Gesundheit und Sexualleben

Sexueller Missbrauch in der Kindheit hat weitreichende Folgen für die betroffenen Personen. Diese reichen von psychischen Belastungen bis hin zu erheblichen Beeinträchtigungen im Sexualleben. Psychotherapeutische Institute und Fachkräfte stehen vor der Herausforderung, geeignete Behandlungsansätze zu finden, um den Betroffenen effektiv zu helfen. Dazu werden „auf dem Markt“ verschiedene, auch neue Vorstellungen im Bereich der Traumatherapie und des traumasensiblen Vorgehens angeboten und diskutiert.
Vaginismus – Therapie und Behandlungsmöglichkeiten

Dieser Artikel führt Therapie und Behandlungsmöglichkeiten bei Vaginismus aus. Dabei werden Behandlungsmethoden dargestellt und kommentiert.
Vaginismus: Ursachen, Symptome und Auswirkungen

Dieser Artikel beschäftigt sich mit Vaginismus, zeigt die Smyptome und die Kriterien auf und führt anhand von Studien Ursachen aus.
Online-Kongress Orgasmic Days

Robert A. Coordes beim Online-Kongress Am Sonntag den 19.11.2023 startet der Online Event „Orgasmic Days“ mit mehr als 30 Workshops, Interviews & Beiträgen zu Lust-Energien aller Art. Wir möchten dich herzlich zum Online Event „Orgasmic Days – Lust-Energien“ einladen. Robert A. Coordes ist mit einem Interview zum Thema „Ejaculatio praecox/ männliche Störungen“ dabei. Hier zur Anmeldung Am Sonntag, dem 19.11.2023 startet der Online Event „Orgasmic Days“ mit mehr als 30 Workshops, Interviews & Beiträgen zu folgenden Themen: ALCHEMIE: DIE UMWANDLUNG VON SEXUELLER ENERGIE SEXUELLER MAGNETISMUS NOFAP KUNDALINI & SEXUALITÄT ENERGETISCHER SEX, ATEMARBEIT & SEXUELLE LUSTENERGIE SEXUELLE ENERGIE BLOCKADEN ENERGIE VERLIEREN ODER NICHT HALTEN KÖNNEN, DURCH DIE MUTTER ODERVATERWUNDE Vom 19.-26.11.2023 hast du gratis Zugang zu ausgewählten Beiträgen, Live-Workshops &Interviews. Jedes Video ist 24 Stunden zugänglich und du musst dich nur hier kurz anmelden.
Stephanie Grosshardt – Einzel-, Paar- und Sexualberatung, Hamburg

Im Zentrum meiner beraterischen Tätigkeit steht die ganzheitliche Begleitung von Menschen, deren Leben für eine kurze oder längere Zeit aus der Balance geraten ist. Mein Anliegen ist es, Ihnen eine Begleiterin auf Ihrem individuellen Weg zu sein. Die Grundlage meines Arbeitens ist hierbei eine unvoreingenommene, offene und respektvolle Haltung Ihnen und Ihrem Lebensweg gegenüber. Hier ein Auszug, welche Themen mir in meiner Praxis begegnen: Paarberatung/Therapie Krisenintervention Umgang mit Affären Änderung des Beziehungsmodells Eifersucht Umgang mit Streit und Konflikten Eingefahrene Kommunikationsmuster Sexuelle Themen, z.B. Unlust, eingeschlafenes Sexualleben, starkes Verlangen vs. geringes Verlangen, Wunsch nach Abwechslung Macht- und Ohnmachtsgefühle Verzeihen und Vergeben Schattenarbeit Sexualberatung/Therapie Verlangensunterschiede Sexuelles Begehren Wunsch nach Abwechslung Orgasmusstörungen Vaginismus Dyspareunie/Schmerzen beim Sex, Masturbation sexuelle Unlust Frühzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox) Schattenarbeit Kennenlernen der eigenen sexuellen Biografie und Wünsche Meine Arbeitsweise: Ich arbeite nach einem systemischen und beziehungsdynamischen Ansatz. Es handelt sich in der systemischen Beratung um eine bestimmte Art, die Wirklichkeit zu sehen und daraus beraterische Herangehensweisen abzuleiten. Systemisches Arbeiten nimmt nicht die Defizite, sondern die Ressourcen in den Blick. Menschen versuchen sich stets ihrer Umwelt anzupassen, um ein Gleichgewicht herzustellen. Dies kann auch zu dem Preis individuellen Leidens geschehen. Ein Merkmal des systemischen Ansatzes in der Beratung ist die Annahme, dass Veränderungen nicht von außen herbeigeführt werden können. Ein (Paar-) System, das jedoch durch Impulse von außen in Bewegung kommt, kann aus sich selbst heraus eine neue, gesundende Konstellation finden. Der beziehungsdynamische Ansatz ermöglicht es, die Chance, die sich in Beziehungsproblemen und sexuellen Herausforderungen zeigt, zu nutzen, indem die dahinterstehenden Muster betrachtet werden. Jeder Mensch trägt bestimmte Schattenanteile in sich. Sich dieser bewusst zu werden offenbart die Möglichkeit, die den Anteilen innenwohnende Kraft freizulegen. Der beziehungsdynamische Ansatz ermutigt Sie, sich auch vermeintlich negativen Gefühlen und Zuständen (wie bspw. Schmerz, Unsicherheit, Wut, Traurigkeit) zu stellen. Er befähigt Sie zur Annahme der Aspekte, die Ihrem idealen Selbstbild entgegenstehen. Hieraus entsteht Energie, die zur Erweiterung des eigenen Wahrnehmungs- und Handlungsspielraum genutzt werden kann. Über sich: Heute arbeite ich zum einen als Bildungsreferentin und Projektkoordinatorin bei basis&woge e.V., einem Verein der Kinder- und Jugendhilfe und der Antidiskriminierungsarbeit. Mit einem kleinen Stundenanteil arbeite ich beim Diakonischen Werk Hamburg und berate dort Paare. Und seit zwei Jahren bin ich freiberuflich als systemische Beraterin und Paar- und Sexulatherapeutin in einem eigenen Praxisraum in Harburg tätig. Mir geht es um Kontakt, Beziehung – um Heilung. Die Frage: „Wie bringe ich meine Vision auf die Erde?“ beantworte ich mit: Ich komme ins Tun. Ich habe mich ausbilden lassen als systemische Beraterin, als beziehungsdynamische Paar- und Sexualtherapeutin und als Heilpraktikerin für Psychotherapie. So bin ich immer mehr in der Lage, Menschen auf ihrem Weg der Selbstentdeckung und der Heilung zu begleiten. Und dies von Herzen. Hintergrund: Heilpraktikerin, eingeschränkt für den Bereich Psychotherapie Paarberatung im Diakonischen Werk Systemische Beraterin (SG zertifiziert) Systemische Paar- und Sexualtherapie, Prof. Dr. Ulrich Clement, Life-Lessons Basisqualifikation Psychotraumatologie; GPTG e.V. Sozialpädagogin in verschiedenen Bereichen, z.B. Unterstützung für Familien und Paare Weiterbildung Kinderschutzfachkraft Yogalehrerin / Familienyoga Bei uns absolvierte Aus- und Weiterbildungen: Beziehungsdynamische Paar- und Sexualtherapie Meine Herzensaufgabe: „Frage dich nicht, was die Welt braucht. Frage dich, was du brauchst, um dich lebendig zu fühlen. Und dann tu das. Denn was die Welt braucht sind lebendige Menschen.“ Harold Withmann Kontakt: Stephanie Grosshardt – Einzel-, Paar- und Sexualberatung Standort: Praxis für Einzel-, Paar- und Sexualberatung Stephanie Grosshardt Neue Straße 47 21073 Hamburg Telefonnummer: 015167066332 Kontakt: info@verbundenwachsen.de Website: www.verbundenwachsen.de
Wir nehmen uns immer mit – Beziehungsdynamische Perspektiven auf Polyamorie
Beschreibungen in einschlägigen Foren und Veröffentlichungen oder von Verfechtern polyamorer Lebensmodelle legen häufig die Vermutung nahe, man könne sich für eine bestimmte Beziehungsform entscheiden. So wird teils historisch argumentiert, teils versucht mit biologischen Erklärungen zu untermauern, dass polyamor zu leben folgerichtig und natürlich ist. Die Argumente sind meist schlüssig und überzeugend und wer kennt nicht in sich die Sehnsucht danach, Liebe und Verbundenheit mit mehreren Menschen zu teilen anstatt in Beziehung mit einem Menschen denjenigen bedrückenden Mechanismen zu unterliegen, die schon Loriot so treffend beschrieben hat. Doch ist es wirklich möglich, sich für eine bestimmte Beziehungsform zu entscheiden? Ist Liebesfähigkeit vom Beziehungsmodell abhängig? Kann eine Beziehungsform dazu führen, die eigene Liebe soweit freizusetzen, dass sie mehreren Menschen zuteilwerden kann? Polyamorie ist ein Zustand, eine innere Haltung und kein Verhalten, zu welchem man sich ohne weiteres entscheiden kann. Mehrere Beziehungen, die auf Liebe basieren, zu führen ist keine Frage des Tuns, sondern eine Frage dessen, ob man den Raum betreten kann, in dem Liebe herrschen kann. Kennzeichen dieser Liebesfähigkeit ist das Freisein von Ängsten. Nur wenn wir von Vorbehalten uns selbst gegenüber absehen können, wird es uns möglich, den neugierigen Blick auf einen anderen Menschen zu richten und diesen mit Wohlwollen und Liebe zu betrachten. Doch dies lässt sich nicht planen wie eine Handlung, für die man sich entscheiden kann. Angstfreiheit entsteht durch Auseinandersetzung mit uns selbst und dann, wenn wir uns mit den eigenen Schattenbereichen auseinandersetzen – mit den Bereichen in uns also, die wir in der Regel ablehnen und ausgrenzen, weil sie nicht zu dem Selbstbild passen, dem wir uns verpflichtet fühlen. Aus Beziehungsdynamischer Sicht ist Freisetzung und Entwicklung der Liebesfähigkeit ohne Schattenarbeit nicht möglich. Wir nehmen uns in jede Beziehung mit. Damit besonders unsere Erfahrungen und unsere Vorstellungen davon, was „richtig“ oder „falsch“, „normal“ oder „anormal“ ist. Erkenntnisse der modernen Hirnforschung belegen, dass Rollenbilder und Beziehungs- sowie Liebesskripte, die wir in unserer Entwicklung verinnerlicht haben, uns und unsere Wahrnehmung maßgeblich beeinflussen – ob wir es wollen oder nicht. Wie in Drehbüchern sind Muster in uns gespeichert, die dann zur Grundlage für die Beziehungen werden, die wir eingehen. Diese Beziehungsmuster und -Dynamiken werden zumeist erst dann dem Bewusstsein zugänglich, wenn in unseren Beziehungen und in unserem Leben etwas „schiefläuft“. Erst dann kann es möglich werden, die Grenzen der eigenen Liebesfähigkeit zu erkennen und darüber hinauszugehen. Auch wenn uns in einigen Kontexten vermittelt wird, dass wir uns selbst Kraft unseres Bewusstseins gestalten und „positiv“ wandeln können, liegt das größte Potenzial zur Selbstentwicklung im Unbewussten und dort im persönlichen Schattenbereich. Diesen zu erobern ebnet den Weg zur Entwicklung von Liebes- und Beziehungsfähigkeit. Eine Beziehungsform kann diesen Bewusstseinsprozess beschleunigen, indem sie Ängste und Widersprüche erfahrbar macht und uns an die Grenzen führt. Die Wahl einer Beziehungsform an sich kann aber keine Lösung sein. Sie kann sogar Teil des „Problems“ werden und damit persönliche Entwicklung verhindern, wenn sie nicht geeignet ist, eigene Beziehungsmuster aufzuweichen und zu transformieren. Hier einige Beispiele: In der therapeutischen Praxis treffe ich viele Menschen, die Nähe zu anderen Menschen in ihrer persönlichen Geschichte nicht unbedingt als etwas Erstrebenswertes erfahren haben. Viele haben die Erfahrung gemacht, dass Liebe bedrohlich und mit hohen Kosten verbunden ist, indem sie emotional überlagert oder missbraucht wurden. Um in Beziehungen Nähe zu vermeiden und zugleich der eigenen Isolation zu entrinnen, „sexualisieren“ viele ihre Beziehungen. Somit wird Nähe und Verbundenheit „wegvögelt“, anstatt das einzulösen, was in der Beziehung eigentlich ansteht. Auch verbindliche Zweisamkeit kann revolutionär und heilsam sein Fällt es einem Menschen schwer, sich einzulassen und sich auf einen anderen Menschen zu beziehen, dann kann es viel heilsamer sein, sich auf nur einen Partner oder eine Partnerin zu beziehen. Mit diesem Menschen kann er das Streiten lernen, die eigene Bedürftigkeit erfahren und erleben, wovor er eigentlich Angst hatte, bevor er sich verbindlich auf einen anderen Menschen eingelassen hat. In einer verbindlichen Zweierbeziehung kann eine neue Erfahrung von Tiefe und Verbundenheit gefunden werden. Die eigenen Beziehungen zu öffnen und sich polyamoren Prinzipien zu verpflichten, kann unsere Beziehungsvorstellungen aufmischen und das Selbstbild infrage stellen. Wenn Du bereits Stress mit einer Beziehung hast, wie ist es dann erst, wenn Du glaubst, es zwei Partner/innen recht machen zu müssen? Dieses „Problem“ lässt sich nur lösen, indem man alte und hinderlichen Haltungen über Bord wirft, da ansonsten eine Beziehung zu mehreren Menschen auch zur persönlichen Hölle werden kann. Beziehungen sind nicht dazu da, um zu funktionieren! Wenn wir dies vor Augen haben, dann kann gerade eine polyamore Lebensweise zum Motor der persönlichen Entwicklung werden. Diejenigen Aspekte werden sich verdeutlichen, die sich unserer Liebesfähigkeit entziehen und schnell kann bewusstwerden, was unserer Liebe und Selbstliebe entgegensteht. Die häufig thematisierte Eifersucht ist Ausdruck eben dieser Ängste und Aspekte unseres Selbst, die nach Integration verlangen. Psychologisch gesehen bewegen wir uns in Beziehungen und in unserem Leben beständig zwischen zwei Polen: Autonomie und Bindung. Bewegen wir uns zu sehr zur einen Seite, dann zeigt sich uns die andere Seite als Schatten und in kindlicher Weise; und das häufig im Verhalten des Partners/ der Partnerin. So kann es sein, dass besonders polyamor engagierte Menschen immer wieder und scheinbar zufällig Partner/innen treffen, die sich eigentlich eher nach einer ausschließlichen Zweierbeziehung sehnen oder in Richtung einer Zweierbeziehung engagiert sind. In sog. symbiotischen Beziehungen, in denen sich beide Partner eher über das „wir“ definieren und die persönlichen Ängste ausgrenzen, ist in der Regel das „Ich“ tabuisiert. Man hat sich darauf geeinigt, die eigenen Bedürfnisse und Egoismen zu verheimlichen und der angeblichen Liebe unterzuordnen. Dieser „faule Kompromiss“ hat Auswirkungen und so begegnet beiden „das Ich“ dann in Autonomiekämpfen, Streits oder (heimlichen) Ausbrüchen oder Ausbruchsversuchen. In Beziehungen begegnet uns der eigene Schatten im Anderen Nur persönliche Transformation kann dieses ewige Dilemma zwischen Autonomie und Bindung lösen. Nur, wenn wir in Beziehung und zugleich vollkommen (egoistisch) bei uns selbst sind, können wir den oder die Partner/innen sehen und lieben. Fazit: Beziehungen bringen uns zwangsläufig an unsere Grenzen, fordern uns auf, diese zu akzeptieren und diejenigen Aspekte unseres Selbst, die sich uns zeigen, zu integrieren. Eine Beziehungsform an sich ist weder gut noch
Erfahrungsbericht Sexualtherapie – Böhme
Im Folgenden möchte ich meine Erfahrungen als Teilnehmerin im ersten Durchgang, von 2013 bis 2015, der Fortbildung Sexualtherapie am Institut für Beziehungsdynamik in Berlin schildern. Beim Versuch, die Fortbildung zu beschreiben, merke ich die Schwierigkeit, die Vielfalt, die ich in den zwei Jahren erlebt habe, zusammen zu fassen. Ein Selbsterfahrungsteil war als wichtiger Bestandteil in der ersten Hälfte der Fortbildung angekündigt. Tatsächlich ging die einmal angestoßene Selbsterfahrung und die Arbeit an der eigenen therapeutischen Persönlichkeit für alle Teilnehmenden bis zum Ende der Fortbildung weiter und darüber hinaus, was ich als große Bereicherung empfinde.Dieser große Anteil der Selbsterfahrung und die persönlichen Bezüge, die die Fortbildungsleitenden mit ihren eigenen Fall-Geschichten eingebracht haben, war wohl ein wichtiger Grund, dass die Fortbildungsmodule für mich immer spannend waren und die Zeit zu fliegen schien. Als herausstechendstes Merkmal der Fortbildung empfinde ich die Tiefe der psychischen Prozesse, die sowohl die Ausbildungsgruppe als Ganzes, als auch die einzelnen Teilnehmenden durchlaufen sind. Die Ausbildungsleitenden hatten ein feines Gespür dafür, persönliche Muster und Gruppendynamiken zutage zu fördern, sie in einer Brisanz zu halten, erfahrbar und spürbar zu machen und gaben wichtige Impulse zu ihrer Reflektion. Methodisch machten die Dozenten einen Rundumschlag in der etablierten Sexual- und Psychotherapie und stellten verschiedene Schulen dar. Sie bedienen sich einer Vielzahl von Ansätzen und Methoden, wobei sie keineswegs beliebig sind, sondern auf Grundlage ihrer langjährigen praktischen Erfahrungen und mit konkreten Beispielen klar herausgestellt haben, wie sie zu den verschiedenen Methoden stehen, wofür diese gut sind, wie und wann sie deren Einsatz empfehlen.Ihr eigener Ansatz, die „sexuelle Landkarte“, ist verständlich, übersichtlich und in jeder sexualtherapeutischen Situation anwendbar. Er besteht aus einer Matrix von fünf Lebensbereichen, die Einfluss auf die Sexualität haben. Auf dieser Landkarte kann sich ein beziehungsdynamischer Sexualtherapeut orientieren. Sie hilft bei der Exploration, alle Einflussfaktoren abzuklopfen und keinen zu übersehen und ebenso bei der Therapie, den Einfluss der fünf Bereiche zu verändern.Wir Teilnehmenden haben einen reichhaltigen Reader zur Verfügung gestellt bekommen, der vom Institut für Beziehungsdynamik für die Fortbildung erstellt wurde. Durch diesen umfangreichen Input, durch Hinweise auf weiterführende Literatur und die Möglichkeit zum Austausch auf der Onlineplattform konnten sich die Teilnehmenden in der Tiefe mit den Hintergründen von Sexualtherapie auseinander setzen.Der geringe Anteil von Frontalunterricht konzentrierte sich auf die Vorstellung von Konzepten und die Visualisierung von Schemata, als Grundlage für eine anschließende Diskussion in der Gruppe. Viele Übungen zu den therapeutischen Methoden machten das Lernen aus, das ich als Erfahrungslernen bezeichnen möchte. Ich habe den Eindruck, dass die Art wie die Wechsel von kleinen Inputs, Diskussionen, Übungen, Körperübungen und Bewegungssequenzen stattgefunden haben, lernpsychologisch sehr sinnvoll ist und die Fortbildungsleitung damit sehr gut und flexibel auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden und der sich entwickelnden Gruppendynamik eingegangen ist. Eine weitere Besonderheit der Fortbildung ist das Prinzip der Resonanz, mit dem die Beziehungsdynamische Sexualtherapie ständig arbeitet. Es bedeutet das emotionale Mitschwingen des Therapeuten mit den Gefühlen des Klienten, neben – oder noch vor – dem Phänomen von Übertragung und Gegenübertragung. Resonanz kann dabei auch bedeuten, dass ein Therapeut Gefühle wahrnimmt und ausdrückt, die ein Klient hat, aber selbst nicht wahrnehmen oder ausdrücken kann. Das Beobachten dieser Resonanz bei den Dozenten, ihre Erklärungen dazu und das eigene Üben darin hat mir eine neue Wahrnehmungsebene eröffnet. Nicht als Wahrheit, die ich über einen anderen weiß, aber als Hinweis, in welche Richtung sich ein weiteres Erforschen lohnen könnte. Es gab in jedem Modul Körperübungen wie z.B. rhythmisches Atmen in Kombination mit Beckenbewegungen. Ich war oft erstaunt, wie viel dabei emotional bei den Teilnehmenden passiert ist.Ein weiteres Element waren verschiedene Formen des Tanzes zu zweit. Dabei kam es darauf an, sich abzustimmen, zu lernen, sich selbst und gleichzeitig auch den anderen und die jeweiligen Bedürfnisse wahrzunehmen. Eine Körperkommunikation, wie sie auch beim Sex relevant ist. Dieser spielerische Umgang miteinander war für mich oft freudvoll, manchmal kompliziert und immer interessant. Es zeigten sich Dynamiken, die mit Worten nicht so klar geworden wären. Mit Körperübungen zu arbeiten war mir neu und ich empfinde es inzwischen als große Bereicherung. Ich habe in der Fortbildung gelernt, was die Möglichkeiten und Grenzen von Sexualtherapie sind bzw. meine eigenen, wie ich mit schwierigen Situationen umgehen kann, was meine Haltungen zu verschiedenen sexualtherapeutisch relevanten Themen sind, wie ich einen therapeutischen Prozess gestalte und abschließe, sowie eine Vielzahl von Methoden. Wobei bei der Beziehungsdynamischen Sexualtherapie die Therapiebeziehung eher im Vordergrund steht als die Methoden. Diana Böhme, Berlin
Wie ich lernte meine Gefühle abzustellen
Im Allgemeinen passiert dieses verkrampfende Wegdrücken, wenn ich traurig bin. Ich will nicht leiden und ich will nicht dass mich andere leiden sehen. Jeden, der es schafft mich heulen zu sehen, verachte ich. Es ist für mich eine Niederlage. Ich denke, wenn ich nicht fühle, bin ich unbesiegbar. Als meine Schwester geboren wurde war ich 4. Ich habe mich gefreut und ich hatte Angst. Ich hatte Angst davor, dass ich jetzt nicht mehr geliebt werde. Ich habe mich abgekapselt. Ich habe mehr gegessen, schneller, hektischer. Meine Schwester war keine Gefahr. Sie hat fast nie aufgegessen. Meine Schwester wollte immer mit mir teilen und ich nicht. Ich hatte das Gefühl es bleibt nicht genug für mich, seit sie da ist. Ich empfand es als ungerecht zu teilen und gleichzeitig habe ich mich dafür geschämt so zu empfinden. Eltern, Liebe, Essen, Bett, mein Leben teilen. Ich werde das verkrampfende Wegdrücken der Emotion NA UND!? nennen. Und in Klammern die eigentlichen Gefühle benennen: Wenn es Ohrfeigen gibt verkrampfe ich mich, ich will auch nicht heulen. Es soll an mir vorbeiziehen. Ich will unbesiegbar sein. Ohrfeige – NA UND!? (Heulen, Wut, Verrat, gemein und Rachegefühl) Fernsehverbot, Hausarrest – NA UND!? (ohne heulen, stur, trotzig) Klassenkeile – NA UND!? (mit heulen aber heimlich) Familienkrise – NA UND!?(mit heulen, wütend, verzweifelt, hilflos-machtlos, Angst) Horror- und Pornofilm – NA UND!? (ohne heulen, mit Schrecken und Verbitterung) Zerbrochene erste Liebe – NA UND!? (mit heulen, heimlich) Papa hat eine Geliebte – NA UND!? (ohne heulen, mit Unglauben, Zweifel an der Tatsache) Mama bricht zusammen: NA UND!? (mit heulen, Wut und Schwäche – ich kann das nicht mehr aushalten) Und nun kommt mein liebstes Mittel der Alkohol zum besseren Runterspülen und eins werden mit NA UND!? Ich schütte also 10 Jahre lang regelmäßig Flüssigkeit dazu und ich erfreue mich der Tatsache, dass das Krampfen nun nicht mehr wie Arbeit oder Anstrengung ist sondern, wie von alleine geht. Ich fange an, mich unbewusst zu verkrampfen/anzuspannen, das heißt, ich kann nur noch rekonstruieren, was mich verkrampft haben könnte in den letzten 10 Jahren, aber ich kann das Gefühl nicht mehr nachempfinden. Das Wegdrücken hat sich automatisiert und ich denke nur noch, ich habe alles unter Kontrolle, es gibt keine Grenze mehr an die ich stoßen könnte, ich bin unverwundbar, ich halte alles aus. Ich bin stolz darauf. Es fühlt sich gut an. Ich bin ein fleißiger, mutiger und starker Märtyrer. Papas Liebschaften, Puffbesuche, Freundinnen, Orgien, Lügen, – Enttäuschungen wie er sich seinen Töchtern gegenüber verhält, mein Versuch unsere Beziehung aufrecht zu erhalten geht soweit, dass wir uns für einen gemeinsamen Puffbesuch entscheiden, von dem ich in letzter Minute aus inneren Zweifeln, ob ich das aushalte, abspringe. – NA UND !? (ohne heulen – mit dem Gefühl ja, so ist die Welt eben, jeder der es nicht aushält, hat hier nix verloren) Mamas Telefonterror-Attacken, sie total durchgeknallt sich im Kreis drehend, Fragen über Papa, das Arschloch, das Schwein, ausführliche Schilderungen seines Benehmens, seines Rumfickens, mich total mit der schweinischen Seite meines Vaters konfrontierend – NA UND!? Ich merke wie mein Inneres dagegen ankämpft, wie ich nicht glauben will was Mama sagt, wie ich nicht glauben darf, weil ich nicht weiss was dann passiert. Ich verteidige ihn, werde dann von meiner Mutter als Verräter beschimpft und als ebensolches Schwein wie Papa. Bis ich auflegen muss wegen körperlicher Erschöpfung (mit Heulen, hysterischen Zusammenbrüchen danach, völlige Erschöpfung und Verzweiflung, das Gefühl von Hilflosigkeit, nichts machen können und Wut) Ich gerate also mit meiner Einstellung zu Papa – die Welt ist eben so – in Konflikt wenn ich sehe, wie Mama daran zugrunde geht)
Traum eines Mannes nach Männergruppe – Sexualangst
Folgenden Traum hatte ein Mann nach einer Männergruppe mit dem Thema „vom Prinzen im Eisenofen„. In diesem Entwicklungsseminar für Männer ging es vor allem darum, seiner eigenen emotionalen Isoliertheit und körperlichen Panzerung bewusst zu werden und diese zu öffnen. Nach intensiven Beckenübungen träumt ein Teilnehmer diesen Traum. In ihm werden tiefgehende Sexualängste deutlich – wie sie die meisten Männer haben. Hier der Traum: Ich befand mich in einem kleinen Zimmer, dort stand ein Bett und alles war sehr durcheinander, das Zimmer war total schmuddelig und dreckig. Im Zimmer war auch meine Frau und unsere Katze. Es war unser Schlafzimmer. Ich wollte mit meiner Frau schlafen aber sie wollte nicht, sie stand neben dem Bett und behandelte ihre Muschi mit irgendwelchen Medikamenten, da ihre Muschi krank war (Pilze oder was weiß ich). Ich war irgendwie sauer und enttäuscht und sah dann meine Katze und mir kam dann die Idee, dann könnte ich ja mit der Katze Sex haben, die ist ja immer so verschmust. Das tat ich dann aber nicht und ich war auf einmal irgendwie im Freien. Dort war ein Tisch, wo ein Laptop drauf stand und ein Handy war am Laptop angeschlossen. Aber irgendwas war kaputt, man konnte damit nicht ins Internet. Mein Freund stand daneben. Ich wollte dort was gucken und es reparieren aber der Freund machte mir durch Gestikulierung klar, das ich das bleiben lassen sollte, es wäre besser so.Dann befand ich mich auf einem Markt zwischen den Beinen einer Frau von meinem Arbeitskollegen, sie verkaufte irgendwas, also arbeitete gerade. Ich saß ganz klein zwischen ihren Füßen und blickte nach oben an ihren Beinen entlang und sah ihre geile, nasse, saftige Muschi. Die Muschi bewegte sich, sie pulsierte so saugend. Das sah total geil aus und erregte mich, ich war richtig gebannt. Ich schaute und genoß es aber ich traute mich nicht anzufassen, es reizte mich aber ich traute mich nicht. Ich dachte ich könnte etwas falsch machen. Dann wachte ich auf.