Machtvolle Männerphantasien
Im Rahmen seines paartherapeutischen Prozesses, schrieb ein Mann folgende sexuellen Phantasien auf: Ich habe die unterschiedlichsten erotischen Phantasien. Ich denke überhaupt häufig an Sex. Meine beiden erotischsten Phantasien sind sich sehr ähnlich. In der einen kann ich mich unsichtbar machen und in der zweiten kann ich die Zeit anhalten. Die beiden Phantasien hatte ich schon während des Übergangs von der Grund- in die Oberschule; da war ich ungefähr 12. Seit ich so um die 23 Jahre alt war, habe ich aber kaum noch eigenständige sexuelle Phantasien gehabt. Vielmehr habe ich mich mit Pornos stimuliert; hauptsächlich Fotos aus dem Internet, aber teilweise auch mit Filmen, die ich in Sex-Shops gekauft habe Seit ich mit meiner neuen Freundin zusammen bin, schaue ich kaum noch Pornos und wenn, dann nur Soft-Pornos, die ich mit ihr zusammen gucke. Deshalb nutze ich inzwischen wieder öfter meine Phantasien, um mich zu stimulieren. Allerdings hatte ich noch nie eine Phantasie, die mich so stark erregte, dass ich gekommen bin. Die Lust ist zwar deutlich gesteigert und wenn ich mir in diesem Zustand einen runterhole, dauert es in der Regel nicht mehr lang, aber von einer Phantasie allein – wie es manche Männer berichten – komme ich noch nicht. Ich stelle mir vor, dass ich mich unsichtbar machen kann. Ich konzentriere mich nur einmal kurz darauf und bin dann solange unsichtbar, bis ich mich auf das Sichtbarwerden konzentriere. Ganz einfach. Ich bin zwar unsichtbar, aber nicht entmaterialisiert. Das heißt, ich bin da, aber niemand sieht mich. Wenn ich unsichtbar bin, gehe ich Frauen nach. Es sind aber alles Frauen, die ich zumindest vom Sehen kenne. Eine unbekannte Frau kann ich mir aber nicht vorstellen. Ich begleite sie bis in ihre Wohnung hinein. Sie kommen erst einmal in ihrer Wohnung an und nehmen dann eine Dusche oder ein Bad. Ich beobachte sie die ganze Zeit, aber ich berühre sie nicht. Sie ziehen sich mal schnell, mal langsam aus und stehen mehr oder weniger lange nackt vor der Dusche oder der Wanne bevor sie einsteigen. Wenn sie dann duschen oder in der Wanne liegen, nähere ich mich langsam bis ich ganz dicht an ihnen dran bin. Dann berühre ich sie sachte: an den Schenkeln, an den Brüsten, am Po, an der Yoni… wo immer ich gerade Lust habe. Sie spüren meine Berührungen. Meistens sind sie erst erschrocken und erdulden dann meine Berührungen mit einer Mischung aus Angst und Erregung. Ich streichle dann großflächiger über ihren Körper und treibe sie damit zum Höhepunkt. Wenn ich die Frauen nicht nach Hause begleite, dann in eine Sauna, einen Whirlpool oder ein normales Schwimmbecken. Dort spielt sich dann dasselbe ab, wie auch im Bad. Daneben gibt es aber auch viele andere Settings, aber der Ablauf ist meistens derselbe und variiert nur leicht. In der zweiten Phantasie kann ich die Zeit anhalten. Meine gesamte Umwelt erstarrt mitten in der Bewegung. In dieser Erstarrung kann ich mich als einziger bewegen. Manchmal kann ich Mitmenschen aus der Erstarrung holen, indem ich mich kurz darauf konzentriere. Meistens aber erstarren alle und können sich nicht bewegen, bis ich die Zeit wieder laufen lasse. Ich halte die Zeit zu den unterschiedlichsten Zeiten an; häufig in dem Moment an, in dem eine Frau die mich interessiert den Raum betritt, indem ich mich gerade befinde (wenn ich Tagträume) oder früher am Tag befunden habe (wenn ich abends den Tag reflektiere). Ich stelle mir dann vor, wie ich mich ihr nähere und sie dann so weit es geht ausziehe. Da sie ja in der Bewegung erstarrt ist, kann ich sie nie vollständig ausziehen. Aber einen Großteil ihres Körpers kann ich bloßlegen. Ich berühre sie dann an ihrem Oberkörper, besonders ihren Brüsten, aber auch überall woanders, von der Wade über die Oberschenkel bis hin zum Po, über den Rücken bis hin zum Nacken, am Hals und dem Dekolletee bis zu den Brüsten. Dort verweile ich ein wenig und lasse meine Hände dann meine Handfläche ihren Venushügel hinab zu den Schamlippen gleiten. Ich dringe nicht in sie ein, weder mit meinen Fingern noch mit meinem Lingam. Ich erfreue mich nur an der Berührung mit meinen Händen und gelange so in einen lustvollen Erregungszustand.
Persönlicher Erfahrungsbericht einer Frau mit Vaginismus
Den folgenden persönlichen Erfahrungsbericht zum Thema Vaginismus schrieb eine Klientin während Ihrer Sexualtherapie: Dass ich Vaginismus hatte wusste ich natürlich nicht. Kein Arzt oder Ärztin hat es so benannt. Was auch zeigt, dass die Kenntnisse selbst in der Branche der Frauenärztinnen darüber ganz schön schlecht sind. Ich hatte wohl einfach ein starkes Jungfernhäutchen und da sollte wohl einfach der „richtige Kommen…dann würde das wohl alles klappen“…so die Ärzte. Zwischen dem 1. und 15. oder 16. Lebensjahr hatte ich jährlich mehrmals Blasenentzündungen manchmal mit Nierenbeckenentzündungen. Ein Arzt meinte das könne von einer Schockniere kommen, die ich bekam, weil ich mit 1 Jahr eine Verbrennung 3. Grades hatte. Die Folge davon war, dass ich häufig auf der Toilette die Blase anhielt, weil pinkeln eben oft mit Schmerzen verbunden war. Ich habe überhaupt häufig den Urin angehalten, wollte nicht auf die Toilette, manchmal auch, weil ich das Spielen nicht unterbrechen wollte. Das Kontrollieren oder Anhalten des Urins war ein gewohnheitsmäßiges Training. Und damit auch das Einziehen und Stärken der Vaginalmuskulatur….nur wusste ich das damals natürlich noch nicht. An sich wäre dagegen auch nichts einzuwenden. Aber mir fehlte einfach die Gegenbewegung, die Entspannung. Mit ungefähr 8 Jahren hatte ich den Miniorgasmus an dem Turnseil in der Sporthalle entdeckt, indem ich die Beine um das Seil gepresst habe und mir damit gute Gefühle gemacht habe. Auf diese Art habe ich dann später in der Pubertät und auch Jahre später masturbiert. Mit 14 oder 15 habe ich die Multiorgasmen entdeckt, die Beine übereinandergeschlagen und die Hand dazwischen gepresst, dadurch konnte ich dann mehrere Orgasmen hintereinander haben. Ich hatte angefangen daraus ein Sport zu machen, fing an sie zu zählen, manchmal waren es 10 oder mehr. Eigentlich habe ich eh nur masturbiert um diese enormen Spannungen abzubauen, die ich täglich nach der Schule nachhause brachte. Nur die Entspannung blieb irgendwie aus. Es blieb immer dieses unbefriedigende Gefühl davon mehr haben wollen. Mir selbst Lust zu machen, mich zu erforschen oder zu genießen, war mir fremd. Später wurde mir klar, dass diese Art zu masturbieren mächtige Muskeln in der Vagina und im Unterbauch schafft, die einmal antrainiert schwer zu dem Gegeneffekt führen, nämlich zu entspannten Vaginalmuskeln. Vielleicht waren die häufigen Blasenentzündungen und die Art und Weise wie ich masturbiert habe, der Auftakt für meinen Vaginismus. Zudem kam eine übergroße Moral. Sie spielte bei uns zu Hause eine große Rolle. Vor dem Spiegel steht man nicht stundenlang rum. Ich kann mich erinnern, dass ich mich in der Pubertät dafür geschämt habe, dass ich vor dem Spiegel stand, der Spruch meiner Mutter: „ach….hoho….bist du wieder schön?!….hohoho“, dafür habe ich mich so geschämt, dass ich immer nur verstohlen und unter äußersten Schamgefühlen vor dem Spiegel stand. Mit 15 hatte ich einen ersten Freund. Ich war nicht verliebt, ich wollte einfach nur mal unbedingt in einer Clique sein. An ihm selbst hatte ich nicht viel Interesse. Er wollte auch mit mir schlafen. Ich aber nicht. Stattdessen versuchte ich in der gleichen Zeit mit einem 18 jährigen Jungen zu schlafen, einfach mal so an einem Nachmittag um mit jemandem zu schlafen. Das ging überhaupt nicht. Der nächste Versuch war mit 17 mit meinem ersten richtigen Freund, mit dem ich eine sehr intensive Beziehung hatte. Ich wollte mit ihm schlafen, aber es hat nie richtig geklappt. Er kam einfach nicht tief genug in mich hinein. Über die Eichel hinaus ging es nicht. Es war wie ein fester Muskelring der sich genau auf 2 oder 2 ein halb cm öffnete und kein bisschen weiter, das reichte aber nicht um einen Penis in mich aufzunehmen. Ich bin mehrfach zu Frauenärzten und Frauenärztinnen gegangen, aber alle waren der Meinung ich hätte einfach nur ein sehr starkes Jungfernhäutchen. Keiner bot mir eine Lösung für mein Problem an. Einer meinte sogar: „Ach…da musst Du einfach mal ein Gläschen Wein trinken, dann muss der richtige kommen und muss dann richtig ran gehen…und dann geht das schon…hohoho“. Von Vaginismus hatte ich damals keine Ahnung, die Ärzte scheinbar auch nicht und davon, dass man diesen Muskelring auch hätte mit der Hand weiten können ebenso wenig. Sexualität war überhaupt ein Tabu, jedenfalls für mich. Über Sexualität zu reden war so gut wie unmöglich, über starke Gefühle zu sprechen war aber genauso tabu. Das war alles so extrem peinlich. Jegliche starken Gefühle, die mit Lebenslust, Freude, Sinnlichkeit oder Erotik zu tun hatten waren ja so peinlich. Dafür konnte ich wunderbar meine Depressionen zum Ausdruck bringen. Als ich 17 war und meinen ersten längeren Freund hatte, der mich mit zu sich nehmen wollte, wollte mir das meine Mutter verbieten. Mein Elternhaus hat sich extrem sexfeindlich und lustlos angefühlt. Sexualität war abgründig, dunkel und mit Ängsten vor der eigenen Sinnlichkeit und dem eigenen Lusterleben verbunden, weil alles was sich lebendig angefühlt hat, einfach mal weggedrückt wurde. Es gab zu keiner Zeit wirkliche Entspannung. Genauso unentspannt wie ich mich gefühlt habe, genauso unentspannt war meine Vaginalmuskulatur. Ich wusste noch nicht einmal ob ich Sex wollte oder nicht. So in etwa verbrachte ich die ersten 4 Jahre meines Sexuallebens mit Petting und etlichen Versuchen mit Männern zu schlafen ohne wirklich an mir zu arbeiten oder zu verstehen, was eigentlich los ist. Ich hätte natürlich einfach selber an mir herumexperimentieren können, wie mir eine Freundin damals riet. Sie meinte, sie könne das einfach nicht verstehen, wieso ich nicht selber Hand anlegen würde, „…mit einer Möhre oder sonst was…“. Ich habe die Dinge einfach so laufen lassen. In gewisser Hinsicht hatte ich auch einen ungeheuren Vorteil davon: Alle Beziehungen waren zumindest auf dem sexuellen Gebiet mit mir beschäftigt. Ich habe mich dadurch interessant gefühlt, und es gab ein zwiespältiges Gefühl, auf der einen Seite war ich stolz immer noch Jungfrau zu sein, auf der anderen Seite war es mir abgrundtief peinlich, weil alle meine Freundinnen schon mit Männern geschlafen hatten und so Erfahren wirkten. Dabei habe ich in manchen Phasen mehrere Pettingbeziehungen nebeneinander gehabt, die alle sehr schnelllebig waren. Mit einer längeren Beziehung und dessen befreundeten Kollegen lebte ich dann für 1 Jahr in einer Wohngemeinschaft zusammen. Im
Masturbations-Phantasien einer Frau
Im Rahmen ihres sexualtherapeutischen Prozesses, erlaubt sich eine Frau, ihren sexuellen und masturbatorischen Phantasien unzensiert nachzugehen. Viele Frauen schämen sich wegen ihrer sexuellen Phantasien und entwickeln Schuldgefühle während des Masturbierens. Dieses Tabu bewusst zu durchbrechen und über ihre geheimsten Gefühle und Erlebnisse zu sprechen und zu schreiben, war für diese Frau unglaublich befreiend: „Heute Morgen, ich fühle mich noch etwas matschig und unausgeschlafen, gönne ich mir ein ausführliches Bad und lege mir die zu meinem Zustand passende Musik auf: Schiller-Leben. Ich lasse meine Gedanken schweifen und stelle mir vor, wie wohl mein erstes Treffen mit P. aussehen könnte, in den ich gerade total verknallt bin. Ich stelle mir vor, dass er mich in einem luxuriösen Hotelzimmer empfängt, dass er extra für uns angemietet hat. Auf keinen Fall würde ich ihn in seiner Wohnung besuchen wollen. Und ein Treffen zum Labern in der Kneipe kommt auch nicht in Frage. Im Vorfeld habe ich bereits mit ihm besprochen, auf welches Outfit er bei Frauen steht und komme entsprechend in Strapsen oder in Leder, je nach dem. Ich bin natürlich total souverän, unverklemmt und hemmungslos und weiß genau was ich will. Deshalb kann ich mich auch erstmal ganz lässig und entspannt bei einem Aperitif über seine sexuellen Phantasien und Wünsche informieren. Und es wird mir später eine Freude sein, die Überlegene zu spielen und ihn hinzuhalten. Das muss er sich erstmal verdienen, mich anfassen zu dürfen. Vielleicht werde ich ihn auch für meine Zwecke benutzen, um meine Gelüste zu befriedigen. In jedem Fall muss er erzogen werden, dieses kleine, durchtriebene Schlitzohr!Als erstes werden wir natürlich ein ausgiebiges Bad nehmen, schließlich muss der Schmutzfink erstmal gewaschen werden. In der Badewanne lehne ich mich entspannt zurück und schaue zu, wie er sich wäscht. Dann befehle ich ihm, mich einzuseifen. Da er die intimen Zonen verstohlen umgeht, fordere ich ihn auf, gründlich zu sein und nichts auszulassen. Er befolgt meine Anweisungen und bezieht jetzt auch meine Brüste und meine Möse mit ein. Sobald seine Hände meine Möse entdeckt haben, können sie nicht mehr von ihr lassen. Ich liege inzwischen mit meinem Rücken auf seinem Bauch, während er weiter meine Möse und meine Brüste streichelt und genieße das Aufsteigen meiner Lust.Ich entschließe mich jetzt, meine Gedanken an P., mit denen ich mich heiß mache, einfach als sexuelle Phantasie zu nehmen und noch eins drauf zu setzen. Schließlich hat meine Therapeutin mir die Sichtweise nahe gelegt, dass meine sexuellen Phantasien mit P. einfach meine Triebkräfte anregen und dass das gut ist. Ich muss es also gar nicht mit der realen Person in Verbindung bringen und in die Tat umsetzen, sondern kann es einfach als meine sexuelle Phantasie sehen, mit der ich mich heiß machen kann. Danke! Das fühlt sich nach Freiheit an! Bis vor kurzem dachte ich noch, dass ich beim Onanieren völlig ohne sexuelle Phantasien auskomme, welch ein Irrtum!Ich nehme mir also die Dusche, das habe ich schon lange nicht mehr gemacht, meine neue Dusche ist einfach perfekt dafür! Während ich mich mit der Dusche selbst stimuliere, stelle ich mir vor, wie P. mich leckt. Oooh ist das geil………………supergeil!Ich spüre, wie ich dem intensiven Gefühl, das der Duschstrahl an der Klitoris verursacht ausweichen möchte. Das ist Abwehr. Das kenne ich auch vom Sex, dass direkte Stimulationen an der Klitoris so heftige Gefühle auslösen, dass ich es als schmerzhaft empfinde. Es ist ein Gefühl zwischen starker Lust und Schmerz, das ich kaum aushalten kann. Tatsächlich aber weiß ich, dass ich meine Ekstase unterdrücke. Wenn es zu heftig wird, könnte ich ja die Kontrolle verlieren, meine größte Sehnsucht und gleichzeitig meine größte Angst.Ich versuche mich diesen widersprüchlichen Gefühlen zu stellen, indem ich weiter mit der Dusche draufhalte, obwohl ich eigentlich abdrehen möchte. So kann ich meinen Widerstand eigenhändig bearbeiten. Das Gefühl explodiert innerlich, gleichzeitig hält meine Bauchspannung unwillkürlich dagegen. Ich spiele mit der Heftigkeit meiner Gefühle, indem ich den Abstand der Dusche und damit die Druckstärke variiere.In dieser genialen Kombination von physischer Stimulation und sexueller Phantasie verdoppelt sich mein Lustempfinden. Da ich alleine in der Wohnung bin, genieße ich es, besonders laut und heftig sein zu können. Ich gebe mich ganz meiner Lust und meinen ekstatischen Bewegungen hin, das ist unglaublich befreiend! Dann lasse ich mich noch eine ganze Zeit im Wasser treiben und genieße das warme Gefühl, das sich von meinem Sexcenter aus im ganzen Körper ausbreitet. Ich fühle mich zutiefst befriedigt, pudelwohl und erfrischt. Jetzt kann der Tag beginnen, ich bin total entspannt und voller Tatendrang!“
Sexuelle Demutsphantasien einer Frau
Im Rahmen ihres paartherapeutischen Prozesses schrieb eine Frau folgende sexuellen Phantasien auf: Wenn ich an meine früheren Fantasien denke, war Demut ein Hauptthema. Es ging ständig um Fantasien, in denen ich nicht die Kontrolle hatte, quasi ein hilfloses Opfer war. Es war zwar nicht gewalttätig, aber ich war ständig das Objekt. Die Vorstellungen, dass ich mich nicht wehren konnte, waren hocherregend für mich. Und wenn ich dann auch noch das Objekt war, dann nur noch besser. So zum Beispiel hatte ich oft die Fantasien in einem Männersexland zu sein. Dort waren viele Frauen einfach nur für Sex da. Sie waren meistens irgendwie gefesselt und in unterschiedlichen Situationen drapiert. So z. B. gab es einen Pappstand, in dem Löcher waren. Männer konnte ihre Penisse dort reinstecken und die Frauen dahinter mussten den Männern dann einen blasen. Auch gab es den Stand, wo ich z. B. gefesselt war und es war quasi die Aufgabe mich nur durch orale Befriedigung zum Höhepunkt zu bringen. Wenn ich dann zum Orgasmus kam, gab es dafür irgendeinen Gewinn. Dann gab es auch Räume, in denen die Frau, die drin gefesselt lag, als Poster auf der Tür dargestellt wurde. So konnten sich die Männer aussuchen, mit welcher Frau sie es jetzt treiben konnten. Abgesehen von dem Männersexland hatte ich noch viele andere Fantasien. So zum Beispiel, dass ich eine Tramperin war und von Truckerfahrern mitgenommen wurde. Ich hatte nur einen Rock an und ich musste mich auf den Schoss der Fahrer setzen. Die haben mich dann befummelt und ich konnte nichts machen. Es waren meistens zwei und dann haben sie mich mit nach hinten genommen und sich beide an mir vergnügt. Dazu kam. Dass die Männer meistens sehr hässlich waren. Je hässlicher sie waren, desto erregender fand ich es. Ich habe mir manchmal (in der Realität) hässliche und ekelhafte Männer angeschaut und sie dann für meine Fantasien genommen. Auch eine Lieblingsfantasie von mir war, dass ich in der Wüste sei. Dort war ich auf einem Tisch oder einem großen Brett gefesselt. Verdurstende Männer konnten mich so lange lecken, bis sie etwas „Saft“ von mir für ihren Durst erhielten. Auch sehr lange eine Fantasie von mir, war, dass ich eine Art Thaimädchen war. Ich saß mit vielen anderen Thaimädchen hinter einer Glasscheibe und die Männer konnten sich eine Frau aussuchen, und mit auf ein Zimmer nehmen. Natürlich war ich auch da gefesselt. Auch geil fand ich, wenn viele Männer kamen und sich Frauen für ihre Bordelle suchten. Um die richtigen Frauen zu finden, mussten sie natürlich erstmal welche ausprobieren. Wenn die Frau dann passte, wurde sie „eingeritten“. Eine zeitlang hatte ich auch die Fantasie, dass ich beim Frauenarzt war. Ich war an dem Stuhl gefesselt. Es gab den Arzt und den Assistenten. Der Assistent hat mich dann befummelt und quasi „vorbereitet“, während der Arzt nur auf seinen Einsatz wartete. War ich dann genug feucht, hatte der Assistent seinen Job getan und der Arzt drang dann in mich ein. Und als letzte Abschlussphantasie hatte ich immer eine Art Laufband vor Augen. Ich lag mit vielen Frauen gefesselt auf einer Art Förderband. Man hielt an diversen Stationen, wo Männer unterschiedliche Dinge mit den Frauen taten. An den Brüsten spielen, lecken, eindringen… Irgendwann haben diese Fantasien aufgehört. Ich weiß nicht warum, vielleicht weil mir Selbstachtung wichtiger war und sich solche Fantasien nicht mehr schickten. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich wieder einer dieser Fantasien hatte und mir dann dachte: „Warum kann in dem Traum nicht mal ein gut aussehender Mann sein, der mit mir liebevollen Sex macht?“ Eigentlich fand ich das nicht erregend, aber so hörten die Fantasien langsam auf. Habe ich sie mir verboten? Eigentlich hatte ich bis dato dann nur noch „harmlose“ Fantasien. Z. B. hat es mich eine zeitlang erregt, wenn ich mir Sex mit einer Frau vorstellte. Oder, dass ich in einem Harem war. Mehrere Frauen haben mich in einem Milchbad gewaschen und hübsch gemacht. Dann kam ein Diener des Scheichs, der mich in einem Himmelbett zärtlich gestreichelt hat. Er hatte auch die Rolle des „Vorbereiters“. Als ich dann sehr erregt war, kam dann der Scheich, der dann in mich eindrang. Er hatte sich mich am Vorabend ausgesucht.
Der G-Punkt Yella Cremer Juni 2014
Am 20. Juni fand im Institut für Beziehungsdynamik ein Vortrag von Yella Cremer zum Thema „G-Punkt“ statt. Gekommen waren rund 40 Teilnehmer/innen, die zwei Stunden aufmerksam zuhörten und im Anschluss an den Vortrag interessierte Fragen stellten. In vertrauensvoller Atmosphäre zeigte Yella zunächst einführend einige anatomische Zeichnungen, die den Aufbau der weiblichen Geschlechtsorgane, der Klitoris und besonders auch die Verortung des G-Punktes zeigten. Dann erläuterte Yella, wie dieser Punkt zu stimulieren ist und merkte an, dass eine Stimulation sich nicht immer und von Anfang an angenehm anfühlt. Durch viel fundiertes Wissen, dass sich Yella in der intensiven Beschäftigung mit diesem Teil der weiblichen Sexualität angeeignet hat, konnte sie einen umfassenden Einblick in die Facetten des G-Punktes vermitteln, mit Mythen die es um den G-Punkt gab und gibt, aufräumen und gezielt aufkommende Fragen beantworten. Gleichzeitig spielten bei diesem Vortrag auch ihre Erfahrungen als Tantrikerin eine Rolle, so das sie auch auf die Komplikationen, die es bei der Beschäftigung mit dem G-Punkt geben kann, eingegangen ist. Yella vermittelte ein positives Bild weiblicher Sexualität, die Vielschichtigkeit, die diese aufzeigt und das schlussendlich „alles ein darf.“ Dabei redete sie auch viel von ihren eigenen Erfahrungen, die sie persönlich in ihrer Entwicklung gemacht hat und baute damit eine große, vertrauensvolle Nähe zu ihrem Publikum auf. Ihr „Handbuch für Sexgötter“, ein für Männer geschriebenes Buch, ist bereits überall im Handel erhältlich. Das G-Punkt Buch für Frauen folgt.
Erlebnisbericht Frauencamp
Ich komme reich nachhause, versuche mich zu finden in meinen vier Wänden. Ein wenig fremd, so alleine. Bin glücklich, bin bei mir, bin bei euch. … und bin total erschüttert. Weinen, Wüten, Schreien…Eine alte Freundin hat sich das Leben genommen! Freundin? Freundin, was ist das? Ich friere, mir ist so kalt. So kalt ist mir. Warum war sie nicht bei uns? Warum konnte sie sich nicht einlassen? Warum ist sie nicht mitgekommen ans Feuer, der sich umsorgenden Frauen? Wieso wollte diese wunderbare, klare und kraftvolle Frau nicht mehr leben wollen? Wieso konnte sie selbst sich nicht mitnehmen auf die Reise der Frage: Wer bin ich? Es tut so weh… dieses stolze Weib, über jede Hilflosigkeit erhaben. Immer dieses: ich komme schon klar! Danke, ich brauche nichts! Sie war so voller Liebe. Nur die eigene Bedürftigkeit hat sie nicht spüren können, oder nicht spüren wollen? Da gab es immer einen Raum in ihr, der voller Dunkelheit war. Einen Raum, den niemand betreten durfte. Manchmal hatte sie kurz den Schlüssel dafür in der Hand, dann haben wir zusammen hineingeschaut… hineingegangen sind wir nie. Hinter dieser Tür war ihr uralter Schmerz eingesperrt… Die Tränen zu Eis gefroren. Ja, ich weiß. Das bin ich selbst. Danke fürs Leben! DANKE EUCH ALLEN! Wieder ein Stückchen näher in die Wirklichkeit gerückt, aus meinem eigenen Verrückt-Sein. Auf dem Weg zum Frauencamp sitze ich mit zwei jungen Frauen im Auto. Ich freue mich und auf einmal sind wieder Zweifel in mir: „Was will ich denn dort mit diesem jungen Gemüse“? Ich lasse diese Gedanken zu, sie ziehen weiter. Ich spüre Unsicherheit, Angst – wovor? Es gibt kein zurück mehr. Ankommen. Schöner Platz, mitten im Grünen. Herzlicher Empfang, Wärme. Die Hütten liebevoll geschmückt und beduftet. Ich bin berührt, diese liebevolle Fürsorge kenne ich nicht. Ich kann das kaum annehmen und das tut so wohl. Wir bekommen die Aufgabe, Zettel zu schreiben, auf denen steht, was wir loslassen wollen. Ich kann gar nicht aufhören zu schreiben. Ich kann aufrichtig fühlen, dass es mir ernst ist. Ich habe erkannt, dass meine Projektionen in die Jetzt-Zeit aus alten Erfahrungen stammen, und dass ich lernen will das, was Heute ist, aus dem Heute entspringen zu lassen. Mir wird immer mehr bewusst, dass ich alte Geschichten nicht eins zu eins in das Jetzt übertragen kann. In den Wald gehen, Sachen suchen zum Maskenbau. Der Regen hängt in den Wolken. Mit und ohne Schirm, gut umsorgt, werden wir alleine und zu vielen in den Wald entlassen, um auf Spurensuche zu gehen…und zu finden. Ich fühle mich gut aufgehoben. Streife alleine durch nasse Wiesen am Maisfeld entlang. In der Ferne donnert es, es kommt ein Gewitter auf. Ich rieche feuchten Wald und schmecke Regen. Ich schneide Pilze von toten Birkenstämmen, bekomme langsam ein Bild von meiner Maske. Treffe in meiner Phantasie auf ein Wildschwein und flüstere mit den Eichhörnchen. Abendessen am kleinen Feuer: Wie geht es uns, wo steht jede einzelne von uns Frauen? Ich habe für mich die Erkenntnis gewonnen, dass sich mein Leben immer an der Maxime von Männern orientiert hat. Ich stehe und falle durch die Beurteilung von Männern, bin selbst immer mehr in die Fußstapfen von Männern getreten, um Schritt halten zu können. Mir fehlt die Anbindung an die weibliche Energie, die mag ich zurückerobern. Ich wünsche mir, ein Gefühl, ein Spüren für meine selbstbewusste Kraft der Hingabe und des Wissens zu finden. Spüren lernen. Spüren, was ich brauche. Witterung aufnehmen. Spüren, was andere brauchen. Nähren, Knurren… Zähnefletschen, für mich einstehen. Spurensuche… Morgens früh Yoga mit Sansara: Meine steifen Knochen wühlen sich aus dem Bett. Ohh, die Sonne scheint. Jaaa! Den inneren trägen Schweinehund besiegend finde ich mich auf der Wiese im Kreis der Frauen wieder. Mein steifer Nacken, mein Rücken, aller eingefrosteter Müll findet einen Weg zur Sonne. Warm werden, wie ein eingerosteter Motor, der nach langem Rumstehen wieder laufen darf…Ja, ich fühle eine Einladung zum Laufen, eine freundliche Aufforderung, aber keinen Zwang. Danke! Danke! Ich bin voller Dankbarkeit. Eine der Frauen bringt ihr altes Waldwissen mit auf den Tisch, sie hat Schirmpilze, Maronen, Steinpilze und HEXENRÖHRLINGE köstlich zubereitet. Es duftet zwischen Rührei, frischem Kaffee und dem guten Ingwer-Lemongrastee verführerisch. Ich bitte um den morgendlichen Abwasch, eine Möglichkeit, meine Dankbarkeit zu zeigen. Es macht Spaß, mit den Frauen gemeinsam die Küche sauberzumachen. So viele Eindrücke, so viele MenschInnen, soviel Natur… Trommeln. In der Mittagssonne Trommeln. Ich habe noch nie getrommelt – ein wenig schüchtern, aber voller Lust. Langsam finden wir in einen gemeinsamen Rhythmus, bohh, macht das Spaß! Irgendwann die Gitarren holen, … singen. Wind weht Lieder weg. Lachen. Unbeschwertheit. Immer wieder taucht der Gedanke auf, ich darf keinen Spaß haben, lerne ihn ziehen zu lassen… Habe Spaß. Lerne so viel hier. Bin auf unsicherem Boden. Kenne mich nicht aus in der Kopflosigkeit. Es ist, als wäre mein Kopf zu schwer für das dünne Stängelchen, meinen Hals. Mein Nacken tut schon seit einigen Tagen weh. Kann meinen Kopf nicht mehr frei bewegen. Empfinde Steifheit. Ich finde mich wieder mit einer der Teilnehmerinnen, die sich um meinen schmerzenden Nacken kümmert und einfühlsam massiert. Und ich kann endlich weinen. Ich fühle mich aufgehoben, weine und weine und weine… Da ist so viel Mitgefühl in ihr, dass ich tief berührt bin. Ich bin in einen Fluss geraten, der reißend ist. Einen Fluss, der von Dankbarkeit so gefüllt ist, dass ich es gar nicht beschreiben kann. Es fühlt sich an, als würde ich nach Hause finden. Nach Hause finden in weibliche Bereiche meiner Seele, die ich schon so lange suche und langsam anfange, zu finden. Ich schreibe und weine und umarme euch alle. Ich umarme den Tanz um das Feuer, zu dem wir getrommelt haben. Den Tanz, zu dem wir unsere Loslasswünsche in die Flammen warfen. JA – ICH WILL- LOSLASSEN! Dann bin ich dran, ich spüre, wie meine Energie immer mehr absackt. Ich will ums Feuer fliegen und den Flammen zurufen, dass sie alle meine Zweifel auffressen dürfen. Und ich fühle mich immer hilfloser, kraftloser und schwerer… Ich kann mich nicht anvertrauen. Kurz
Teilnehmerstimme Fortbildung Sexualtherapie 2013-2015
Ich habe von 2013 bis 2015 die Fortbildung für Sexualtherapie am Institute für Beziehungsdynamik gemacht. Ich arbeite seit dem als Sexualtherapeutin und Beziehungcoach in Berlin. Ich kann diese Ausbildung von ganzem Herzen empfehlen, denn die Fortbildungsleiter, Bettina Vibhuti Uzler und Robert A. Coordes, haben eine kraftvolle Harmonie in ihrer Arbeit. Kompetent, entspannt und klar öffnen sie das Spektrum und Themen der Ausbildung. Selbsterfahrung und Lernen im Rahmen einer Gruppe gibt dieser Ausbildung besondere Kraft. Unerlässlich ist hierbei dann natürlich, dass diese Prozesse von den Ausbildungsleitern begleitet und geleitet werden. Diese wichtigen Begegnungen haben die Fortbildungsleiter mit dem Programm der Ausbildung wunderbar verflochten. Durch diese Ausbildung kann ich meinen Klienten mit Kompetenz einen sicheren Psychotherapeutischen Rahmen bieten, sich mit Problemen und Erfahrungen auseinanderzusetzen. Auf persönlicher Ebene hat sich durch die Fortbildung sehr viel geöffnet und entwickelt. Erfahrungen die für meine eigene therapeutische Arbeit den besten Nährboden geschaffen haben. Jedes Modul hatte neben fachlichem und therapeutischem Lernen auch wundervolle Momente der Begegnung. Beim Tanzen, bei dynamischer Körperarbeit oder bei der morgentlichen Frühstücksrunde hatten wir die Gelegenheit auch als Gruppe zu wachsen. Silke vom Bauer, HP Psychotherapie
Impressionen aus dem Frauencamp
Ich fühle mich durchgewirbelt, berührt, froh, wehmütig, jung, ein bisschen traurig.Im Außen habe ich im Spiegel, mich als eine junge Frau gesehen, wo die Wildheit ein wenig durchblitzt: mit geröteten Wangen und großen Augen, die fast ein wenig kindlich wirken. Die Zeit mit Euch, mit den Frauen, hat vielmehr mit mir gemacht, als ich in Worte fassen kann.Vor ein paar Monaten war es eine eher rationale Entscheidung: „Ich will mich mit den Frauen verbinden. Ich will lernen, Frauen zu lieben“. Ein Vorhaben, etwas, wo ich gemerkt habe, es ist unumgänglich. Jetzt ist es eine tiefe Sehnsucht geworden. Mit der Liebe in mir, die für die Frauen erwacht, zeigt sich auch ein Schmerz in mir. Und genauso aufgehoben und beschützt, wie ich mich fühle, genauso verloren fühle ich mich manchmal. Ich glaube, etwas wechselt sich in mir ab, und ich vermute, dass es noch ein bisschen dauert, bis ich wirklich frei von Konkurrenzdenken und der Angst vor der Stärke einer Frau bin. Ich habe wirklich ein Gefühl von Nähe und Gemeinschaft erlebt, das hat mich ganz weich gemacht. Nirgendwo anders hätte ich die letzten Tage sein wollen! Ich danke Euch Frauen vom Veranstaltungsteam dafür, dass ihr uns Frauen immer wieder darauf aufmerksam macht, wie wichtig es ist, dass wir Frauen zusammen halten, und dass Ihr uns für das große Missverständnis, welches unter Frauen herrscht, sensibel gemacht habt.Und ich möchte mich bei Euch bedanken, dass Ihr mit Euer ganzen Energie und Liebe uns – mir zeigt, wie das geht! Dass Ihr uns helft, uns zu verbinden. Ich bekomme immer mehr ein Gefühl dafür, wie sich eine Frauengemeinschaft voller Verbundenheit anfühlt. Danke.Ich bin mehr als froh, mit dabei gewesen zu sein und freue mich schon auf das nächste Camp!!!
Erfahrungsbericht zur Männergruppe
Eine bestimmte Erwartung hatte ich nicht als ich zum ersten Treffen der Männergruppe ging. Nach über 5 Jahren Partyleben und gescheiterten Beziehungen hatte ich ein absolutes Tief erreicht. Ich fühlte mich nicht mehr lebendig, hatte keinen richtigen Kontakt zu meinem Gefühlsleben. Die gewöhnlichen Ablenkungsversuche, sprich neue Bekanntschaften, Partys oder ähnliches konnten mich ebenfalls nicht mehr von dem ablenken was ganz offensichtlich da war, nämlich eine große Leere in meinem Inneren. Seit ungefähr einem Jahr schlug ich mich zudem mit körperlichen Beschwerden und Krankheiten rum, bei denen die Schulmedizin nur eine Symptombekämpfung übernehmen konnte. Der Flyer zur Männergruppe hatte mich inhaltlich sehr angesprochen, ja es war fast so als hätte jemand den Text auf mich zugeschnitten. Schon im Vorfeld hatte ich mich mit zwei der Literatur-Tipps von der Homepage beschäftigt und einige Einzelsitzungen mit Sadhu gehabt. Dabei war es oft schon gruselig wie genau bestimmte Aussagen in den beiden Büchern auf mich zutrafen. Unglaublich waren auch die Gefühle die Sadhu aus mir heraus zum Vorschein bringen konnte.Über Jahre hatte ich immer versucht möglichst viel Annerkennung zu ernten, und dies auf die verschiedensten Arten und Weisen. Diese krankhafte Sucht nach Annerkennung hatte mich innerlich völlig zerfressen. In mir war eine Instanz riesig und mächtig geworden, die jeden meiner Schritte und jedes meiner Worte kritisch und hämisch zerpflügte. Das erste was mir deshalb in Bezug auf und die Männergruppe in den Sinn kommt ist zu sagen, dass es wunderbar befreiend und magisch war, eine Atmosphäre der Akzeptanz zu erfahren. Es waren keine Masken mehr notwendig. Die Energie der Gruppe half mir, mich so zu fühlen wie ich bin. Es wurden keinerlei Erwartungen an mich gestellt, und das war äußerst heilsam. Die verschiedenen Übungen, Tänze und die Energiearbeit öffneten mir eine Tür zu meinem Gefühlsleben, die vorher verschlossen war……
Erfahrungsbericht Frauencamp 2016
Eindrücke: Eine wunderschöne Zeit voller Ruhe, Ausgeglichenheit…ohne Angst und voller Erlebnisse. Ankommen und Tränen. Loslassen, den Druck der letzten Woche weg spülen. Traurigkeit auch weil Unentschlossenheit wegen Zimmerauswahl. Nicht entscheiden wollen/können. …Die Tränen gleich am Anfang, die sich an Matadevis Schulter lösten und entspannten. Die Gemeinschaft unter Frauen zu spüren und zu erleben war durchweg angenehm weich und warm. Aufgehobensein, sich beobachten und Ehrlichkeit, keine Selbstlüge waren mein Bedürfnis. Das Essen superlecker, obwohl es selten Hungergefühle gab. Besondere Genüsse: YOGA mit Sansara: wunderbar sich morgens den steifen Körper beweglich zu machen, sich zu spüren, wach zu werden. Unter Ihrer Anleitung fiel es besonders leicht. Das vermisse ich. … An einem anderen Tag machten wir eine Sitzmeditation. Dieses war meine erste Meditation wo ich völlig entspannt stundenlang hätte sitzen können. Wo der Wind durch mich durchwehte und ich mich eins fühlte mit der Natur, den Wolken, der Sonne, dem Wind und Mutter Erde. Nichts tat weh, ich war eins. Danke für diese wundervollen körperlichen Erlebnisse! Tao-Walk: Ein Spaziergang zu einem besonderen Platz. OK! Ich mache mit. Augen zu und los. Mein Kopf sucht einen Baum. Ich treffe auf ein wenig pieksende Nadeln von Kiefern, stolpere über die noch feuchte Wiese, berühre den Tau, die Erde und das feuchte Moos. Irgendwann lasse ich los und sauge Wind und Sonne in mich ein. Fühle mich angezogen von der Erde. Dieser Platz ist überraschend warm, trocken und weich. Moos! Weich wie eine Mutterbrust und ich drücke sanft abwechselnd meine Handballen hinein, so wie die kleinen Babys und Katzen. Ich spüre eine gewaltige Verbundenheit zur Erde. MUTTER ERDE! Ich fühle mich umarmt und angenommen und ich werde von einer tiefen Traurigkeit überschwemmt. Ich bekomme, was ich nie bekommen konnte. Annehmen, aufnehmen, gehalten werden, beschützt sein. Die Traurigkeit wird immer größer und gleichzeitig die Freude, in dieses Gefühl hineinspüren zu können. Ein so wichtiges, lebensnotwendiges Gefühl gefunden zu haben. Sanfte Berührungen im Rücken lösen weitere Blockaden. DANKE! Die Traurigkeit fließt raus und ich verschmelze. Ich möchte dieses Gefühl nicht vergessen. Es fühlt sich noch nicht geheilt an in mir, es heilt. Lagerfeuer/Tanz: Am zweiten Tag sollen wir aufschreiben, was wir loswerden wollen, was uns bedrückt und es dann einen Tag später verbrennen. Ich fühle nur LOSLASSEN: Sorgen, finanzielle Ängste, Berührungsängste. Ich spüre Frieden, Ruhe und durch den wachsenden Glauben an mich und das Universum dass sich alle Dinge von allein lösen. Ich denke auch nur LOSLASSEN, als ich dann ums Feuer tanzen soll. Und ich tat es. Ich war mir da nicht so sicher, hatte aber keine Angst mehr. Mit dem Gedanken und Gefühl des LOSLASSENS flog ich fast ins Feuer. Ich fühlte mich leicht und frei und saugte die Flammen auf. Ich hätte wirklich rein kriechen wollen ins Feuer. Ich war selig. Mein erstes Trommeln. Den Tanz der einzelnen Frauen zu unterstützen, mit zu fühlen und zu spüren. Das fühlte sich großartig an. Die positiven Gefühle des Tao-Walks waren noch übermächtig und ich saß danach lange am Feuer und genoss diese guten Gefühle. In der Nacht erst und am Morgen kam die Angst wieder angekrochen. Mit allen alten Symptomen. Bewegungsblockaden, Rückenschmerzen. Druck im Solarplexus, der auch nicht verschwand. Unsicherheit, Blutungen. Wie sollte ich das wieder loswerden? Ich suchte verzweifelt nach einer Möglichkeit, da Meditation und Ruhe erstmal das Gefühl nur verstärkte. Gespräche, Laufen, gehalten werden…reden…irgendwann war der Druck weg und es war schön zu wissen, das etwas lange Verdrängtes hochgekommen war. Ich hatte es schon so oft weggedrückt. Masken basteln…kreativ sein, malen, Yoga, trommeln, bis zur (fast) Ekstase. Alles Dinge, die in mir schlummerten und langsam gelebt werden dürfen. Es ist viel aufgebrochen in diesen Tagen. In dieser Gemeinschaft ist man nicht allein auch wenn man allein ist. Man fühlt sich eingehüllt in Liebe und mein Herz hat sich noch ein Stückchen mehr geöffnet. Für mich war es traumhaft und perfekt. Dank an Sansara und an alle, die für die vielen Annehmlichkeiten gesorgt haben.