Was Partnerinnen wirklich belastet – die Partnerin-Perspektive

Wenn über vorzeitigen Samenerguss gesprochen wird, geht es fast immer um die Perspektive des Mannes: seine Scham, seine Unsicherheit, seine Suche nach Kontrolle. Die Partnerin kommt dabei selten vor – dabei zeigt unsere therapeutische Erfahrung: Nicht die kurze Dauer selbst belastet Paare am meisten, sondern das, was danach passiert.
Wie verbreitet ist vorzeitiger Samenerguss? Zahlen und Studien im Überblick

Die Angaben zur Häufigkeit von vorzeitigem Samenerguss schwanken zwischen 3 und 40 Prozent. Ein Blick auf NHSLS-, PEPA- und GeSiD-Studie zeigt: Betroffene sind damit alles andere als allein.
Online-Workshop: Der Schatten zeigt sich im Bett

Wünsche, Ängste und Enttäuschungen, die im Alltag nicht ausgesprochen werden, zeigen sich oft in der Sexualität eines Paares. Im kostenfreien Online-Workshop am 30.09.2026 zeigt Robert Ananda Coordes, wie Tabus und Kollusion die Paardynamik prägen – und wie sie sich therapeutisch ansprechbar machen lassen.
Online-Workshop: Raus aus dem Kopf – zurück in den Körper

Wir leben in einer Gesellschaft, die Leistung belohnt. Viele von uns haben früh eine Gleichung gelernt:
Wenn ich gut bin, fühle ich mich gut.
Eine gute Note bedeutete: Ich bin wertvoll. Anerkennung wurde zum Ersatz für Liebe. Und manchmal auch zum Ersatz für Selbstliebe.
Diese Gleichung verlässt uns im Erwachsenenleben nicht einfach. Sie wechselt nur die Form. Aus guten Noten werden gutes Aussehen, beruflicher Erfolg, Anerkennung anderer, ein funktionierender Körper, eine attraktive Ausstrahlung, eine scheinbar gelungene Beziehung oder das Gefühl, „alles im Griff“ haben zu müssen.
Wir optimieren uns weiter. Wir versuchen, besser zu werden, schöner, erfolgreicher, bewusster, gesünder, souveräner. Und doch bleibt bei vielen Menschen eine innere Unruhe.
Online-Workshop: Hingabe an das Unvermeidliche – Somatische Zugänge zu Lust und Lebendigkeit

Lust ist kein Luxus. Sie ist Ausdruck unserer Lebendigkeit – spürbar als Freude, Präsenz, innere Beweglichkeit und die Fähigkeit, uns dem Leben zu öffnen und hinzugeben.
Doch viele Menschen erleben sich im Alltag vor allem im Modus des Funktionierens. Sie erfüllen Anforderungen, tragen Verantwortung, kontrollieren sich und halten sich innerlich fest. Was einmal eine sinnvolle Schutzstrategie war, kann mit der Zeit dazu führen, dass Atem, Bewegungsimpulse, Gefühle und lebendiger Ausdruck zunehmend eingeschränkt werden. Der Kontakt zum eigenen Körper wird schwächer – und damit häufig auch der Zugang zu Freude, Lust und Lebensenergie.
In unserem kostenfreien Online-Workshop „Hingabe an das Unvermeidliche – Somatische Zugänge zu Lust und Lebendigkeit“ geht es darum, diesen Zusammenhang nicht nur gedanklich zu verstehen, sondern unmittelbar im eigenen Erleben zu erforschen.
Dabei verstehen wir Lust nicht ausschließlich als sexuelles Phänomen, sondern als grundlegende Lebensbewegung. Sie zeigt sich in Neugier, Berührbarkeit, Kreativität, körperlicher Präsenz und der Fähigkeit, sich dem eigenen Erleben anzuvertrauen.
Über bewusste Körperwahrnehmung, Atem, Bewegung und Stimme entsteht die Möglichkeit, Anspannung und inneres Festhalten wahrzunehmen, körperlichen Impulsen wieder mehr Raum zu geben und neue Zugänge zu Präsenz, Selbstregulation und lebendigem Ausdruck zu entdecken.
Online-Miniseminar: Einführung in die Beziehungsdynamische Paar- und Sexualtherapie

Ein besonderes Jubiläumsangebot des Instituts für Beziehungsdynamik
Manchmal spüren Menschen sehr deutlich, dass Beziehung, Sexualität und persönliche Entwicklung enger miteinander verbunden sind, als es auf den ersten Blick scheint. Vielleicht entstehen in Partnerschaften immer wieder ähnliche Konflikte. Vielleicht zeigen sich sexuelle Schwierigkeiten nicht nur als „Symptom“, sondern auch als Ausdruck von Nähe, Distanz, Scham, Angst, Rückzug oder innerer Ambivalenz. Vielleicht gibt es auch einfach den Wunsch, die eigene therapeutische Arbeit um eine tiefere paar- und sexualtherapeutische Perspektive zu erweitern.
Online-Workshop: Wo bin ich eigentlich – zwischen inneren Kritikern und inneren Kindern?

Kostenfreier Online-Workshop am 08.07.2026 um 18:30 Uhr mit Pratibha Thoens: Wie Anteile-Arbeit hilft, innere Kritiker, innere Kinder und Saboteure besser zu verstehen und mit ihnen in Kontakt zu kommen.
Online-Workshop: Trauma verstehen beginnt im Körper. Wie wir arbeiten und warum Körper, Beziehung und Nervensystem zentral sind

Warum Spüren, Berührung und soziale Sicherheit mehr verändern als Verstehen allein
Wenn wir uns unserem Trauma zuwenden, lernen wir, nicht länger zu verdrängen. Wir wenden uns den Schattenseiten zu, die lange vermieden wurden, und beginnen wieder zu fühlen – im Körper, im Nervensystem, in Beziehung. Genau hier setzt dieser lebendige Workshop an. Anlässlich unseres 20-jährigen Jubiläums öffnen wir einen Raum, in dem genau das möglich wird: ein erster, unverbindlicher Einblick in unsere Arbeitsweise – und zugleich ein tiefes Verständnis dafür, wie Trauma im Körper wirkt.
Die Polyvagal-Theorie nach Stephen Porges dient dabei als zentrale Landkarte. Sie beschreibt, wie unser autonomes Nervensystem auf Sicherheit, Gefahr und Überforderung reagiert – und warum Menschen oft nicht „anders können“, obwohl sie es möchten. Dieser Workshop verbindet diese wissenschaftliche Perspektive mit über 20 Jahren körperpsychotherapeutischer Praxis in der Arbeit mit Einzelpersonen, Paaren und Gruppen.
Online-Seminar: 20 Jahre Institut für Beziehungsdynamik – Was wir eigentlich machen und wie wir arbeiten * Aufzeichnung

Viele Paare fragen sich heute, ob Online Paartherapie eigentlich wirklich funktionieren kann. Kann es hilfreich sein, sich per Video mit einem Therapeuten oder einer Therapeutin zu treffen und auf diese Weise an Beziehungskrisen, sexuellen Problemen oder festgefahrenen Mustern zu arbeiten? Oder geht dabei etwas verloren, das nur in der direkten Begegnung im Raum möglich ist?
Die Frage ist berechtigt. Spätestens seit der Pandemie ist es für viele Menschen selbstverständlich geworden, berufliche Gespräche, private Kontakte und auch psychotherapeutische Sitzungen digital wahrzunehmen. Auch am Institut für Beziehungsdynamik gehören Online-Therapie, Online-Paartherapie und Online-Sexualtherapie inzwischen zum Angebot. Das Institut beschreibt diese Formate ausdrücklich als flexible und ortsunabhängige Unterstützung; zugleich wird betont, dass nicht jedes Anliegen gleich gut für ein Online-Setting geeignet ist.
Sexuelle Unlust in langjährigen Beziehungen – verstehen, einordnen, behandeln

Sexuelle Unlust in langjährigen Beziehungen ist eines der häufigsten Themen in der Sexualtherapie und Paartherapie – und zugleich eines der am stärksten missverstandenen. Viele Paare erleben im Verlauf ihrer Beziehung Phasen mit deutlich reduziertem sexuellem Verlangen. Während zu Beginn einer Partnerschaft Begehren oft spontan, intensiv und scheinbar mühelos auftritt, verändert sich dieses Erleben mit den Jahren. Nähe wird vertrauter, Alltag strukturierter, Rollen verteilen sich neu.