Der G-Punkt Yella Cremer Juni 2014
Am 20. Juni fand im Institut für Beziehungsdynamik ein Vortrag von Yella Cremer zum Thema „G-Punkt“ statt. Gekommen waren rund 40 Teilnehmer/innen, die zwei Stunden aufmerksam zuhörten und im Anschluss an den Vortrag interessierte Fragen stellten. In vertrauensvoller Atmosphäre zeigte Yella zunächst einführend einige anatomische Zeichnungen, die den Aufbau der weiblichen Geschlechtsorgane, der Klitoris und besonders auch die Verortung des G-Punktes zeigten. Dann erläuterte Yella, wie dieser Punkt zu stimulieren ist und merkte an, dass eine Stimulation sich nicht immer und von Anfang an angenehm anfühlt. Durch viel fundiertes Wissen, dass sich Yella in der intensiven Beschäftigung mit diesem Teil der weiblichen Sexualität angeeignet hat, konnte sie einen umfassenden Einblick in die Facetten des G-Punktes vermitteln, mit Mythen die es um den G-Punkt gab und gibt, aufräumen und gezielt aufkommende Fragen beantworten. Gleichzeitig spielten bei diesem Vortrag auch ihre Erfahrungen als Tantrikerin eine Rolle, so das sie auch auf die Komplikationen, die es bei der Beschäftigung mit dem G-Punkt geben kann, eingegangen ist. Yella vermittelte ein positives Bild weiblicher Sexualität, die Vielschichtigkeit, die diese aufzeigt und das schlussendlich „alles ein darf.“ Dabei redete sie auch viel von ihren eigenen Erfahrungen, die sie persönlich in ihrer Entwicklung gemacht hat und baute damit eine große, vertrauensvolle Nähe zu ihrem Publikum auf. Ihr „Handbuch für Sexgötter“, ein für Männer geschriebenes Buch, ist bereits überall im Handel erhältlich. Das G-Punkt Buch für Frauen folgt.
Erlebnisbericht Frauencamp
Ich komme reich nachhause, versuche mich zu finden in meinen vier Wänden. Ein wenig fremd, so alleine. Bin glücklich, bin bei mir, bin bei euch. … und bin total erschüttert. Weinen, Wüten, Schreien…Eine alte Freundin hat sich das Leben genommen! Freundin? Freundin, was ist das? Ich friere, mir ist so kalt. So kalt ist mir. Warum war sie nicht bei uns? Warum konnte sie sich nicht einlassen? Warum ist sie nicht mitgekommen ans Feuer, der sich umsorgenden Frauen? Wieso wollte diese wunderbare, klare und kraftvolle Frau nicht mehr leben wollen? Wieso konnte sie selbst sich nicht mitnehmen auf die Reise der Frage: Wer bin ich? Es tut so weh… dieses stolze Weib, über jede Hilflosigkeit erhaben. Immer dieses: ich komme schon klar! Danke, ich brauche nichts! Sie war so voller Liebe. Nur die eigene Bedürftigkeit hat sie nicht spüren können, oder nicht spüren wollen? Da gab es immer einen Raum in ihr, der voller Dunkelheit war. Einen Raum, den niemand betreten durfte. Manchmal hatte sie kurz den Schlüssel dafür in der Hand, dann haben wir zusammen hineingeschaut… hineingegangen sind wir nie. Hinter dieser Tür war ihr uralter Schmerz eingesperrt… Die Tränen zu Eis gefroren. Ja, ich weiß. Das bin ich selbst. Danke fürs Leben! DANKE EUCH ALLEN! Wieder ein Stückchen näher in die Wirklichkeit gerückt, aus meinem eigenen Verrückt-Sein. Auf dem Weg zum Frauencamp sitze ich mit zwei jungen Frauen im Auto. Ich freue mich und auf einmal sind wieder Zweifel in mir: „Was will ich denn dort mit diesem jungen Gemüse“? Ich lasse diese Gedanken zu, sie ziehen weiter. Ich spüre Unsicherheit, Angst – wovor? Es gibt kein zurück mehr. Ankommen. Schöner Platz, mitten im Grünen. Herzlicher Empfang, Wärme. Die Hütten liebevoll geschmückt und beduftet. Ich bin berührt, diese liebevolle Fürsorge kenne ich nicht. Ich kann das kaum annehmen und das tut so wohl. Wir bekommen die Aufgabe, Zettel zu schreiben, auf denen steht, was wir loslassen wollen. Ich kann gar nicht aufhören zu schreiben. Ich kann aufrichtig fühlen, dass es mir ernst ist. Ich habe erkannt, dass meine Projektionen in die Jetzt-Zeit aus alten Erfahrungen stammen, und dass ich lernen will das, was Heute ist, aus dem Heute entspringen zu lassen. Mir wird immer mehr bewusst, dass ich alte Geschichten nicht eins zu eins in das Jetzt übertragen kann. In den Wald gehen, Sachen suchen zum Maskenbau. Der Regen hängt in den Wolken. Mit und ohne Schirm, gut umsorgt, werden wir alleine und zu vielen in den Wald entlassen, um auf Spurensuche zu gehen…und zu finden. Ich fühle mich gut aufgehoben. Streife alleine durch nasse Wiesen am Maisfeld entlang. In der Ferne donnert es, es kommt ein Gewitter auf. Ich rieche feuchten Wald und schmecke Regen. Ich schneide Pilze von toten Birkenstämmen, bekomme langsam ein Bild von meiner Maske. Treffe in meiner Phantasie auf ein Wildschwein und flüstere mit den Eichhörnchen. Abendessen am kleinen Feuer: Wie geht es uns, wo steht jede einzelne von uns Frauen? Ich habe für mich die Erkenntnis gewonnen, dass sich mein Leben immer an der Maxime von Männern orientiert hat. Ich stehe und falle durch die Beurteilung von Männern, bin selbst immer mehr in die Fußstapfen von Männern getreten, um Schritt halten zu können. Mir fehlt die Anbindung an die weibliche Energie, die mag ich zurückerobern. Ich wünsche mir, ein Gefühl, ein Spüren für meine selbstbewusste Kraft der Hingabe und des Wissens zu finden. Spüren lernen. Spüren, was ich brauche. Witterung aufnehmen. Spüren, was andere brauchen. Nähren, Knurren… Zähnefletschen, für mich einstehen. Spurensuche… Morgens früh Yoga mit Sansara: Meine steifen Knochen wühlen sich aus dem Bett. Ohh, die Sonne scheint. Jaaa! Den inneren trägen Schweinehund besiegend finde ich mich auf der Wiese im Kreis der Frauen wieder. Mein steifer Nacken, mein Rücken, aller eingefrosteter Müll findet einen Weg zur Sonne. Warm werden, wie ein eingerosteter Motor, der nach langem Rumstehen wieder laufen darf…Ja, ich fühle eine Einladung zum Laufen, eine freundliche Aufforderung, aber keinen Zwang. Danke! Danke! Ich bin voller Dankbarkeit. Eine der Frauen bringt ihr altes Waldwissen mit auf den Tisch, sie hat Schirmpilze, Maronen, Steinpilze und HEXENRÖHRLINGE köstlich zubereitet. Es duftet zwischen Rührei, frischem Kaffee und dem guten Ingwer-Lemongrastee verführerisch. Ich bitte um den morgendlichen Abwasch, eine Möglichkeit, meine Dankbarkeit zu zeigen. Es macht Spaß, mit den Frauen gemeinsam die Küche sauberzumachen. So viele Eindrücke, so viele MenschInnen, soviel Natur… Trommeln. In der Mittagssonne Trommeln. Ich habe noch nie getrommelt – ein wenig schüchtern, aber voller Lust. Langsam finden wir in einen gemeinsamen Rhythmus, bohh, macht das Spaß! Irgendwann die Gitarren holen, … singen. Wind weht Lieder weg. Lachen. Unbeschwertheit. Immer wieder taucht der Gedanke auf, ich darf keinen Spaß haben, lerne ihn ziehen zu lassen… Habe Spaß. Lerne so viel hier. Bin auf unsicherem Boden. Kenne mich nicht aus in der Kopflosigkeit. Es ist, als wäre mein Kopf zu schwer für das dünne Stängelchen, meinen Hals. Mein Nacken tut schon seit einigen Tagen weh. Kann meinen Kopf nicht mehr frei bewegen. Empfinde Steifheit. Ich finde mich wieder mit einer der Teilnehmerinnen, die sich um meinen schmerzenden Nacken kümmert und einfühlsam massiert. Und ich kann endlich weinen. Ich fühle mich aufgehoben, weine und weine und weine… Da ist so viel Mitgefühl in ihr, dass ich tief berührt bin. Ich bin in einen Fluss geraten, der reißend ist. Einen Fluss, der von Dankbarkeit so gefüllt ist, dass ich es gar nicht beschreiben kann. Es fühlt sich an, als würde ich nach Hause finden. Nach Hause finden in weibliche Bereiche meiner Seele, die ich schon so lange suche und langsam anfange, zu finden. Ich schreibe und weine und umarme euch alle. Ich umarme den Tanz um das Feuer, zu dem wir getrommelt haben. Den Tanz, zu dem wir unsere Loslasswünsche in die Flammen warfen. JA – ICH WILL- LOSLASSEN! Dann bin ich dran, ich spüre, wie meine Energie immer mehr absackt. Ich will ums Feuer fliegen und den Flammen zurufen, dass sie alle meine Zweifel auffressen dürfen. Und ich fühle mich immer hilfloser, kraftloser und schwerer… Ich kann mich nicht anvertrauen. Kurz
Teilnehmerstimme Fortbildung Sexualtherapie 2013-2015
Ich habe von 2013 bis 2015 die Fortbildung für Sexualtherapie am Institute für Beziehungsdynamik gemacht. Ich arbeite seit dem als Sexualtherapeutin und Beziehungcoach in Berlin. Ich kann diese Ausbildung von ganzem Herzen empfehlen, denn die Fortbildungsleiter, Bettina Vibhuti Uzler und Robert A. Coordes, haben eine kraftvolle Harmonie in ihrer Arbeit. Kompetent, entspannt und klar öffnen sie das Spektrum und Themen der Ausbildung. Selbsterfahrung und Lernen im Rahmen einer Gruppe gibt dieser Ausbildung besondere Kraft. Unerlässlich ist hierbei dann natürlich, dass diese Prozesse von den Ausbildungsleitern begleitet und geleitet werden. Diese wichtigen Begegnungen haben die Fortbildungsleiter mit dem Programm der Ausbildung wunderbar verflochten. Durch diese Ausbildung kann ich meinen Klienten mit Kompetenz einen sicheren Psychotherapeutischen Rahmen bieten, sich mit Problemen und Erfahrungen auseinanderzusetzen. Auf persönlicher Ebene hat sich durch die Fortbildung sehr viel geöffnet und entwickelt. Erfahrungen die für meine eigene therapeutische Arbeit den besten Nährboden geschaffen haben. Jedes Modul hatte neben fachlichem und therapeutischem Lernen auch wundervolle Momente der Begegnung. Beim Tanzen, bei dynamischer Körperarbeit oder bei der morgentlichen Frühstücksrunde hatten wir die Gelegenheit auch als Gruppe zu wachsen. Silke vom Bauer, HP Psychotherapie
Impressionen aus dem Frauencamp
Ich fühle mich durchgewirbelt, berührt, froh, wehmütig, jung, ein bisschen traurig.Im Außen habe ich im Spiegel, mich als eine junge Frau gesehen, wo die Wildheit ein wenig durchblitzt: mit geröteten Wangen und großen Augen, die fast ein wenig kindlich wirken. Die Zeit mit Euch, mit den Frauen, hat vielmehr mit mir gemacht, als ich in Worte fassen kann.Vor ein paar Monaten war es eine eher rationale Entscheidung: „Ich will mich mit den Frauen verbinden. Ich will lernen, Frauen zu lieben“. Ein Vorhaben, etwas, wo ich gemerkt habe, es ist unumgänglich. Jetzt ist es eine tiefe Sehnsucht geworden. Mit der Liebe in mir, die für die Frauen erwacht, zeigt sich auch ein Schmerz in mir. Und genauso aufgehoben und beschützt, wie ich mich fühle, genauso verloren fühle ich mich manchmal. Ich glaube, etwas wechselt sich in mir ab, und ich vermute, dass es noch ein bisschen dauert, bis ich wirklich frei von Konkurrenzdenken und der Angst vor der Stärke einer Frau bin. Ich habe wirklich ein Gefühl von Nähe und Gemeinschaft erlebt, das hat mich ganz weich gemacht. Nirgendwo anders hätte ich die letzten Tage sein wollen! Ich danke Euch Frauen vom Veranstaltungsteam dafür, dass ihr uns Frauen immer wieder darauf aufmerksam macht, wie wichtig es ist, dass wir Frauen zusammen halten, und dass Ihr uns für das große Missverständnis, welches unter Frauen herrscht, sensibel gemacht habt.Und ich möchte mich bei Euch bedanken, dass Ihr mit Euer ganzen Energie und Liebe uns – mir zeigt, wie das geht! Dass Ihr uns helft, uns zu verbinden. Ich bekomme immer mehr ein Gefühl dafür, wie sich eine Frauengemeinschaft voller Verbundenheit anfühlt. Danke.Ich bin mehr als froh, mit dabei gewesen zu sein und freue mich schon auf das nächste Camp!!!
Erfahrungsbericht zur Männergruppe
Eine bestimmte Erwartung hatte ich nicht als ich zum ersten Treffen der Männergruppe ging. Nach über 5 Jahren Partyleben und gescheiterten Beziehungen hatte ich ein absolutes Tief erreicht. Ich fühlte mich nicht mehr lebendig, hatte keinen richtigen Kontakt zu meinem Gefühlsleben. Die gewöhnlichen Ablenkungsversuche, sprich neue Bekanntschaften, Partys oder ähnliches konnten mich ebenfalls nicht mehr von dem ablenken was ganz offensichtlich da war, nämlich eine große Leere in meinem Inneren. Seit ungefähr einem Jahr schlug ich mich zudem mit körperlichen Beschwerden und Krankheiten rum, bei denen die Schulmedizin nur eine Symptombekämpfung übernehmen konnte. Der Flyer zur Männergruppe hatte mich inhaltlich sehr angesprochen, ja es war fast so als hätte jemand den Text auf mich zugeschnitten. Schon im Vorfeld hatte ich mich mit zwei der Literatur-Tipps von der Homepage beschäftigt und einige Einzelsitzungen mit Sadhu gehabt. Dabei war es oft schon gruselig wie genau bestimmte Aussagen in den beiden Büchern auf mich zutrafen. Unglaublich waren auch die Gefühle die Sadhu aus mir heraus zum Vorschein bringen konnte.Über Jahre hatte ich immer versucht möglichst viel Annerkennung zu ernten, und dies auf die verschiedensten Arten und Weisen. Diese krankhafte Sucht nach Annerkennung hatte mich innerlich völlig zerfressen. In mir war eine Instanz riesig und mächtig geworden, die jeden meiner Schritte und jedes meiner Worte kritisch und hämisch zerpflügte. Das erste was mir deshalb in Bezug auf und die Männergruppe in den Sinn kommt ist zu sagen, dass es wunderbar befreiend und magisch war, eine Atmosphäre der Akzeptanz zu erfahren. Es waren keine Masken mehr notwendig. Die Energie der Gruppe half mir, mich so zu fühlen wie ich bin. Es wurden keinerlei Erwartungen an mich gestellt, und das war äußerst heilsam. Die verschiedenen Übungen, Tänze und die Energiearbeit öffneten mir eine Tür zu meinem Gefühlsleben, die vorher verschlossen war……
Erfahrungsbericht Frauencamp 2016
Eindrücke: Eine wunderschöne Zeit voller Ruhe, Ausgeglichenheit…ohne Angst und voller Erlebnisse. Ankommen und Tränen. Loslassen, den Druck der letzten Woche weg spülen. Traurigkeit auch weil Unentschlossenheit wegen Zimmerauswahl. Nicht entscheiden wollen/können. …Die Tränen gleich am Anfang, die sich an Matadevis Schulter lösten und entspannten. Die Gemeinschaft unter Frauen zu spüren und zu erleben war durchweg angenehm weich und warm. Aufgehobensein, sich beobachten und Ehrlichkeit, keine Selbstlüge waren mein Bedürfnis. Das Essen superlecker, obwohl es selten Hungergefühle gab. Besondere Genüsse: YOGA mit Sansara: wunderbar sich morgens den steifen Körper beweglich zu machen, sich zu spüren, wach zu werden. Unter Ihrer Anleitung fiel es besonders leicht. Das vermisse ich. … An einem anderen Tag machten wir eine Sitzmeditation. Dieses war meine erste Meditation wo ich völlig entspannt stundenlang hätte sitzen können. Wo der Wind durch mich durchwehte und ich mich eins fühlte mit der Natur, den Wolken, der Sonne, dem Wind und Mutter Erde. Nichts tat weh, ich war eins. Danke für diese wundervollen körperlichen Erlebnisse! Tao-Walk: Ein Spaziergang zu einem besonderen Platz. OK! Ich mache mit. Augen zu und los. Mein Kopf sucht einen Baum. Ich treffe auf ein wenig pieksende Nadeln von Kiefern, stolpere über die noch feuchte Wiese, berühre den Tau, die Erde und das feuchte Moos. Irgendwann lasse ich los und sauge Wind und Sonne in mich ein. Fühle mich angezogen von der Erde. Dieser Platz ist überraschend warm, trocken und weich. Moos! Weich wie eine Mutterbrust und ich drücke sanft abwechselnd meine Handballen hinein, so wie die kleinen Babys und Katzen. Ich spüre eine gewaltige Verbundenheit zur Erde. MUTTER ERDE! Ich fühle mich umarmt und angenommen und ich werde von einer tiefen Traurigkeit überschwemmt. Ich bekomme, was ich nie bekommen konnte. Annehmen, aufnehmen, gehalten werden, beschützt sein. Die Traurigkeit wird immer größer und gleichzeitig die Freude, in dieses Gefühl hineinspüren zu können. Ein so wichtiges, lebensnotwendiges Gefühl gefunden zu haben. Sanfte Berührungen im Rücken lösen weitere Blockaden. DANKE! Die Traurigkeit fließt raus und ich verschmelze. Ich möchte dieses Gefühl nicht vergessen. Es fühlt sich noch nicht geheilt an in mir, es heilt. Lagerfeuer/Tanz: Am zweiten Tag sollen wir aufschreiben, was wir loswerden wollen, was uns bedrückt und es dann einen Tag später verbrennen. Ich fühle nur LOSLASSEN: Sorgen, finanzielle Ängste, Berührungsängste. Ich spüre Frieden, Ruhe und durch den wachsenden Glauben an mich und das Universum dass sich alle Dinge von allein lösen. Ich denke auch nur LOSLASSEN, als ich dann ums Feuer tanzen soll. Und ich tat es. Ich war mir da nicht so sicher, hatte aber keine Angst mehr. Mit dem Gedanken und Gefühl des LOSLASSENS flog ich fast ins Feuer. Ich fühlte mich leicht und frei und saugte die Flammen auf. Ich hätte wirklich rein kriechen wollen ins Feuer. Ich war selig. Mein erstes Trommeln. Den Tanz der einzelnen Frauen zu unterstützen, mit zu fühlen und zu spüren. Das fühlte sich großartig an. Die positiven Gefühle des Tao-Walks waren noch übermächtig und ich saß danach lange am Feuer und genoss diese guten Gefühle. In der Nacht erst und am Morgen kam die Angst wieder angekrochen. Mit allen alten Symptomen. Bewegungsblockaden, Rückenschmerzen. Druck im Solarplexus, der auch nicht verschwand. Unsicherheit, Blutungen. Wie sollte ich das wieder loswerden? Ich suchte verzweifelt nach einer Möglichkeit, da Meditation und Ruhe erstmal das Gefühl nur verstärkte. Gespräche, Laufen, gehalten werden…reden…irgendwann war der Druck weg und es war schön zu wissen, das etwas lange Verdrängtes hochgekommen war. Ich hatte es schon so oft weggedrückt. Masken basteln…kreativ sein, malen, Yoga, trommeln, bis zur (fast) Ekstase. Alles Dinge, die in mir schlummerten und langsam gelebt werden dürfen. Es ist viel aufgebrochen in diesen Tagen. In dieser Gemeinschaft ist man nicht allein auch wenn man allein ist. Man fühlt sich eingehüllt in Liebe und mein Herz hat sich noch ein Stückchen mehr geöffnet. Für mich war es traumhaft und perfekt. Dank an Sansara und an alle, die für die vielen Annehmlichkeiten gesorgt haben.
Erfahrungsbericht Sexualtherapie Fortbildung Sexualtherapie Bartels 2013-2015 Berlin
Als ich mich 2013 dafür entschieden hatte, an der Fortbildung für Sexualtherapie am Institut für Beziehungsdynamik teilzunehmen, wußte ich recht gut, was ich erwarten durfte, und was ich lernen wollte: Nach einer eigenen Paartherapie (2011) am Institut, und nach einigen Jahren Männergruppe freute ich mich auf zwei intensive Jahre in einer Gruppe, in der ich weiter wachsen, und die gemeinsam zusammenwachsen konnte, während ich meine bisherigen Kenntnisse als Quereinsteiger vertiefen und auf solideren Boden stellen würde. Ich wußte auch bereits, dass ich einen (mir wichtig!) ideologiefreien Rahmen erwarten durfte, in der jeder Einzelne in seiner Entwicklung gefordert wurde, ohne überfordert zu werden. Es braucht einen wachen, achtsamen Rahmen, um sich dem Thema „Sexualität“ mit der Einlassung zu widmen, die man gerade auch als Therapeutin, als Therapeut haben sollte. Dass dies gewährleistet war und ist, zeichnet Bettina Vibhuti Uzler und Robert A. Coordes als Leiter dieser für mich einzigartigen Fortbildung aus. Sie haben dabei nicht nur gefordert, sondern, mit hoher Bereitschaft zu authentischer Einlassung, sich auch von der Gruppe fordern und hinterfragen lassen. Das ist nach meinen Erfahrungen in anderen Fortbildungen keineswegs selbstverständlich. Neben umfangreicher Vermittlung analytischer, tiefenpsychologischer, systemischer, beziehungsdynamischer Grundlagen ist der große Selbsterfahrungsanteil dieser Fortbildung prägend: Die Auseinandersetzung mit Männerbild und Frauenbild, die Beschäftigung mit der eigenen sexuellen Landkarte, das Üben verschiedener Interventionen in Kleingruppen, das Ausprobieren verschiedenster energetischer Zustände mit ihrer Wirkung auf das Gegenüber – all das, und vieles mehr sind für mich nicht nur wertvolle Momente meiner persönlichen Entwicklung geworden, sondern bilden mir ein sicheres Fundament für meine zukünftige therapeutische Arbeit. Meine Erwartungen wurden erfüllt – eine Fortbildung, die mehr leistet, als „nur“ Wissen oder Werkzeug zu vermitteln: Jedem Teilnehmer individuell darin zu unterstützen, Klarheit über die eigene therapeutische Haltung zu entwickeln, war erklärtes Ziel von Bettina Vibhuti Uzler und Robert A. Coordes. Ich meine, das ist ihnen gelungen. Ich werde dem Institut und dem nun wachsenden lebendigen Netzwerk verbunden bleiben. Eilert Bartels, Berlin