Was Partnerinnen wirklich belastet – die Partnerin-Perspektive

Wenn über vorzeitigen Samenerguss gesprochen wird, geht es fast immer um die Perspektive des Mannes: seine Scham, seine Unsicherheit, seine Suche nach Kontrolle. Die Partnerin kommt dabei selten vor – dabei zeigt unsere therapeutische Erfahrung: Nicht die kurze Dauer selbst belastet Paare am meisten, sondern das, was danach passiert.
Wie verbreitet ist vorzeitiger Samenerguss? Zahlen und Studien im Überblick

Die Angaben zur Häufigkeit von vorzeitigem Samenerguss schwanken zwischen 3 und 40 Prozent. Ein Blick auf NHSLS-, PEPA- und GeSiD-Studie zeigt: Betroffene sind damit alles andere als allein.
Was ist Ejaculatio praecox wirklich? Definition, Diagnose und die Grenzen der Zeitmessung

Wenn Streit und Distanz überhandnehmen, wirkt eine Pause oft wie der einzige Ausweg. Doch wann hilft sie wirklich – und wann wird sie zur stillen Trennung? Ein Blick auf Chancen, Risiken und die drei Regeln, die über Gelingen oder Scheitern entscheiden.
Beziehungspause: Sinnvolle Auszeit oder erster Schritt zur Trennung?

Wenn Streit und Distanz überhandnehmen, wirkt eine Pause oft wie der einzige Ausweg. Doch wann hilft sie wirklich – und wann wird sie zur stillen Trennung? Ein Blick auf Chancen, Risiken und die drei Regeln, die über Gelingen oder Scheitern entscheiden.
Untreue in Beziehungen – Hintergründe, Folgen & Wege zur Heilung

Ein Seitensprung, eine emotionale Verstrickung mit einer dritten Person, oder heimliche Online-Affären – wenn einer der Partner untreu wird, erleben die meisten Paare eine tiefe Vertrauenskrise. Untreue gilt als einer der häufigsten Gründe für Beziehungskonflikte und Scheidungen; sie führt zu emotionalem Schmerz, Verlust von Intimität und vielfach zu Identitätskrisen innerhalb der Partnerschaft. Gleichzeitig zeigen Forschung und klinische Praxis: Eine Paartherapie bei Untreue kann helfen, Verletzungen zu verstehen, Beziehungsmuster zu erkennen und – wenn gewünscht – Vertrauen wieder aufzubauen.
Liebesaffären zwischen Problem und Lösung

Gunther Schmidt gilt als einer der maßgeblichen Pioniere für die Integration systemischer Modelle und Erickson’scher Hypnosetherapie zu einem ganzheitlich-lösungsfokussierenden Konzept. Im Zentrum seines Beratungsansatzes stehen die Orientierung auf Kompetenzen, Ressourcen und Lösungen und die vielfältigen Anwendungsbereiche in Therapie und Beratung. In diesem ersten umfassenden Buch zur hypnosystemischen Therapie und Beratung lässt Gunther Schmidt den Leser an dieser erfolgreichen Vorgehensweise teilhaben und gibt zugleich viele Anregungen für die tägliche Praxis, u. a. in den Bereichen: Familien- und Paartherapie – Sucht- und Traumatherapie – stationär-klinische Psychosomatik – Psychosen – Depression – Team- und Organisationsentwicklung – Coaching – Supervision u. a. m. Hier bei Amazon kaufen Unsere Einschätzung Sehr umfangreiches Buch mit einem Überblick über die hypno-systemische Perspektive nach Dr. Gunther Schmidt. Es ist ein sehr komplexes Werk – eine Sammlung aus unterschiedlichen Artikeln. Nicht unbedingt zum auf-einmal-durchlesen geeignet. Einige Therapeut*innen bei uns am Institut für Beziehungsdynamik haben an Aus- und Weiterbildungen von Gunther Schmidt teilgenommen. Gunther Schmidt – Pionier der hypnosystemischen Therapie Gunther Schmidt, geboren am 19. Juli 1945 in Karlsruhe, ist ein angesehener deutscher Arzt und Psychotherapeut. Er hat sich als Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie als Diplom-Volkswirt einen Namen gemacht. Besonders bekannt ist er als Begründer der hypnosystemischen Therapie, die er in den frühen 1980er-Jahren entwickelte. Diese innovative Methode vereint die Systemische Therapie mit der Hypnotherapie nach Milton H. Erickson und hat die psychotherapeutische Landschaft nachhaltig geprägt. Berufliche Laufbahn und Beiträge Gunther Schmidt hat sich nicht nur als praktizierender Therapeut, sondern auch als Forscher, Ausbilder und Institutsleiter hervorgetan. Er ist ärztlicher Direktor und Mitgründer der sysTelios Klinik in Siedelsbrunn sowie Gründer und Leiter des Milton-Erickson-Instituts Heidelberg. Darüber hinaus ist er als Lehrtherapeut und Ausbilder in verschiedenen renommierten Organisationen tätig, darunter das Helm Stierlin Institut für systemische Therapie und Beratung sowie die Milton-Erickson-Gesellschaft für klinische Hypnose. Zudem war er an der Gründung des Carl-Auer-Systeme-Verlags beteiligt, der sich auf Fachliteratur im Bereich Psychotherapie und Beratung spezialisiert hat. Seine hypnosystemischen Ansätze finden nicht nur in der klassischen Psychotherapie Anwendung, sondern auch in Coaching, Beratung und Organisationsentwicklung. Damit hat er maßgeblich zur Weiterentwicklung lösungsorientierter und systemischer Methoden beigetragen. Auszeichnungen und Anerkennung Für seine herausragenden Leistungen wurde Gunther Schmidt mehrfach ausgezeichnet. Zu seinen Ehrungen zählen der Life Achievement Award der Weiterbildungsbranche (2011), der MEG-Preis (2014) sowie der Coaching Award der Coaching Convention (2019). Dank seines Engagements und seiner innovativen Ansätze gilt Schmidt als eine der führenden Persönlichkeiten im Bereich der systemisch-lösungsorientierten Therapie. Seine Arbeit hat entscheidend zur „lösungsorientierten Wende“ in der Einzel-, Paar- und Familientherapie beigetragen und beeinflusst bis heute zahlreiche Therapeuten und Berater weltweit.
Welche Rolle spielt Eifersucht bei einer offenen Partnerschaft? Können eifersüchtige Menschen so etwas überhaupt eingehen?

Eifersucht spielt eine zentrale Rolle bei einer offenen Beziehung und in der Regel haben „offene“ Paare, die unsere Begleitung in Anspruch nehmen, auch mit Eifersucht zu tun. Doch genau darin liegt die Chance zur persönlichen Entwicklung insbesondere in offenen Beziehungen.
Viele Bücher behaupten, dass Monogamie nicht funktioniert – wie sehen Sie das?

Es gibt sehr überzeugende Argumente dafür, dass die heutige als „normal“ definierte Art Beziehungen zu führen gesellschaftlich-politische Grundlagen hat. Allerdings helfen uns intelligente historische und biologische Abhandlungen selten, die für uns passende Beziehungsform zu gestalten, sondern dienen häufig eher dazu, persönliches Verhalten zu rechtfertigen und abzusichern
Gibt es spezifische Probleme, die ausschließlich oder überhaupt nicht in offenen Beziehungen vorkommen?

Grundsätzlich kommen dieselben Probleme in beiden Beziehungsformen vor – schließlich sind es ja auch dieselben Menschen mit denselben Vorstellungen und Erwartungen, die zueinander in Beziehung treten und schließlich treten ja auch in einer „offenen Beziehung“ zumeist jeweils zwei Menschen zueinander in Beziehung
Wie geht man nach dem Seitensprung mit der Angst vor dem „nächsten Mal“ um?

In der Angst nimmt man das „nächste Mal“ bereits innerlich vorweg, stellt es sich bildlich vor und aktiviert damit die entsprechenden Gefühle wie in einem Traumszenarium. Diese Gefühle sind meist schmerzhaft und werden dann verdrängt. Genau darin liegt das Problem: Alles, was verdrängt wird – in der Beziehung und auch im Individuum – drängt wieder an die Oberfläche und zeigt sich unbewusst und unkontrollierbar.