Wie Anteile-Arbeit hilft, innere Stimmen nicht zu bekämpfen, sondern mit ihnen in Kontakt zu kommen
Du hast bestimmt schon oft gehört: „Dein inneres Kind muss Heimat finden.“ Oder: „Hör nicht auf jeden inneren Kritiker.“ Vielleicht kennst Du auch Sätze wie: „Da sabotierst Du Dich selbst.“ Oder: „Du musst lernen, liebevoller mit Dir zu sein.“
Aber wie geht das eigentlich?
Wie findet ein inneres Kind Heimat?
Wie begegnet man einem inneren Kritiker, ohne sich von ihm bestimmen zu lassen?
Wie erkennt man innere Saboteure, ohne sofort gegen sie zu kämpfen?
Und wo bist eigentlich Du selbst – zwischen all diesen Stimmen, Impulsen, Ängsten, Schutzreaktionen und Sehnsüchten?
Genau um diese Fragen geht es in unserem kostenfreien Online-Workshop mit Pratibha Thoens:
„Wo bin ich eigentlich – zwischen inneren Kritikern und inneren Kindern?“
Der Workshop ist Teil unserer Jubiläumsreihe 20 Jahre Institut für Beziehungsdynamik. Seit 2006 begleiten wir Menschen in therapeutischen Prozessen rund um Beziehung, Sexualität, Körper, Selbsterfahrung und persönliche Entwicklung. In unserer Jubiläumsreihe öffnen wir verschiedene Räume, in denen Du uns, unsere Arbeit und zentrale therapeutische Methoden kennenlernen kannst – kostenlos, unverbindlich und online.
Hier kostenlos zum Workshop anmelden

Infos im Überblick
- Titel: Wo bin ich eigentlich – zwischen inneren Kritikern und inneren Kindern?
- Thema: Anteile-Arbeit, innere Kritiker, innere Kinder und Selbstkontakt
- Format: Online per Zoom
- Termin: Mittwoch, 08.07.2026
- Uhrzeit: 18:30 Uhr
- Kosten: kostenfrei und unverbindlich
- Leitung: Pratibha Thoens
- Anmeldung: Hier klicken und anmelden
Du bekommst alle Informationen nach Deiner Anmeldung unverbindlich und kostenfrei zugesendet.
Worum es in diesem Workshop geht
In uns sprechen viele Stimmen.
Eine Stimme treibt uns an.
Eine andere bremst.
Eine schämt sich.
Eine will gefallen.
Eine will sich schützen.
Eine andere will endlich gesehen werden.
Und irgendwo dazwischen gibt es etwas, das spürt: Ich bin mehr als diese Stimmen.
Die Arbeit mit inneren Anteilen – häufig auch als Anteile-Arbeit, Ego-State-Arbeit oder Arbeit mit unterschiedlichen Ich-Zuständen beschrieben – geht davon aus, dass wir keine völlig einheitliche Persönlichkeit sind. Wir bestehen aus verschiedenen inneren Zuständen, Haltungen, Schutzstrategien und emotionalen Anteilen.
Manche davon sind uns vertraut. Andere tauchen plötzlich auf, wenn wir unter Druck geraten, uns kritisiert fühlen, Nähe entsteht oder alte Verletzungen berührt werden. Dann sind wir vielleicht nicht mehr ruhig, klar und erwachsen, sondern werden innerlich klein, hart, angepasst, kämpferisch, beschämt oder kontrollierend.
In diesem Workshop geht es darum, diese inneren Stimmen nicht vorschnell loswerden zu wollen. Denn oft werden sie gerade dann lauter, wenn wir sie bekämpfen, ignorieren oder beschämen.
Der innere Kritiker wird nicht leiser, wenn wir ihn einfach wegdrücken.
Das innere Kind fühlt sich nicht sicherer, wenn wir es übergehen.
Der innere Saboteur verschwindet nicht, wenn wir ihn verurteilen.
Was stattdessen helfen kann, ist eine andere innere Haltung: nicht Kampf, nicht Unterwerfung, sondern Kontakt.
Anteile-Arbeit: Warum innere Stimmen Sinn ergeben
Viele innere Anteile sind nicht zufällig entstanden. Sie hatten einmal eine Funktion.
Ein innerer Kritiker kann ursprünglich versucht haben, uns vor Ablehnung, Beschämung oder Fehlern zu schützen. Ein inneres Kind trägt vielleicht alte Sehnsüchte, Verletzungen oder Bedürfnisse, die lange keinen Platz hatten. Ein innerer Saboteur kann manchmal ein Schutzanteil sein, der verhindern möchte, dass wir uns zu weit öffnen, zu viel riskieren oder erneut verletzt werden.
Ein kontrollierender Anteil versucht vielleicht, Unsicherheit zu vermeiden. Ein angepasster Anteil hat möglicherweise gelernt, dass Zugehörigkeit wichtiger ist als der eigene Ausdruck.
Aus dieser Perspektive sind innere Anteile nicht einfach Störungen oder Fehler. Sie sind Spuren unserer Geschichte. Sie erzählen etwas darüber, wie wir geworden sind, wie wir uns geschützt haben und wie wir gelernt haben, mit Beziehung, Nähe, Angst, Scham, Leistungsdruck oder Verletzlichkeit umzugehen.
Anteile-Arbeit bedeutet deshalb nicht, bestimmte Seiten in uns loszuwerden. Es geht vielmehr darum, sie wahrzunehmen, zu verstehen und mit ihnen in eine bewusstere Beziehung zu treten.
Warum der Kampf gegen innere Anteile oft nicht hilft
Viele Menschen versuchen, innere Stimmen zu kontrollieren.
Sie wollen den Kritiker endlich zum Schweigen bringen.
Sie wollen das verletzte Kind nicht mehr spüren.
Sie wollen die Scham überwinden.
Sie wollen nicht mehr bedürftig, ängstlich, wütend oder unsicher sein.
Doch je mehr wir gegen innere Anteile kämpfen, desto stärker können sie werden. Der innere Kritiker wird lauter. Das innere Kind zieht sich weiter zurück. Der Schutzanteil wird härter. Der Widerstand wächst.
Das hat einen einfachen Grund: Innere Anteile reagieren häufig nicht auf Druck, sondern auf Beziehung.
Wenn wir sie bekämpfen, fühlen sie sich bestätigt. Wenn wir sie ignorieren, melden sie sich stärker. Wenn wir sie beschämen, wiederholen wir oft genau die innere Dynamik, unter der wir bereits leiden.
In der Anteile-Arbeit entsteht deshalb ein anderer Zugang. Wir fragen nicht nur: „Wie werde ich diesen Anteil los?“ Sondern eher:
- Was will dieser Anteil für mich erreichen?
- Wovor möchte er mich schützen?
- Wie alt fühlt er sich an?
- Welche Erfahrung trägt er in sich?
- Was bräuchte er, damit er nicht mehr so laut werden muss?
- Und wer in mir kann ihm heute begegnen?
Kontakt statt Kampf
Der zentrale Gedanke dieses Workshops ist einfach und zugleich tiefgreifend:
Nicht jeder innere Anteil braucht sofort eine Lösung. Manche brauchen zuerst Kontakt.
Kontakt bedeutet, nicht automatisch mit jeder inneren Stimme zu verschmelzen. Es bedeutet aber auch nicht, sie abzuspalten oder wegzudrücken.
Wenn ein innerer Kritiker auftaucht, kann ich lernen, ihn wahrzunehmen, ohne ihm vollständig zu glauben. Wenn ein inneres Kind traurig oder ängstlich wird, kann ich lernen, es zu halten, ohne darin unterzugehen. Wenn ein Schutzanteil misstrauisch ist, kann ich lernen, seine Funktion zu verstehen, ohne mein ganzes Leben von ihm bestimmen zu lassen.
In diesem Zwischenraum entsteht Selbstkontakt.
Und genau dort wird es interessant: Wer bin ich, wenn ich nicht nur der Kritiker bin? Nicht nur das verletzte Kind? Nicht nur die Angst? Nicht nur die Anpassung? Nicht nur der Widerstand?
Wo bin ich eigentlich – zwischen inneren Kritikern und inneren Kindern?
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Zentrale Inhalte des Workshops
Im Workshop geht es unter anderem um folgende Themen:
- Was Anteile-Arbeit bedeutet und warum sie therapeutisch so hilfreich sein kann
- Warum wir keine einheitliche Persönlichkeit sind, sondern verschiedene innere Zustände kennen
- Wie innere Kritiker, Saboteure, Schutzanteile und verletzte kindliche Anteile entstehen können
- Warum der Kampf gegen innere Stimmen diese oft verstärkt
- Wie eine Haltung von Kontakt, Neugier und innerer Beziehung entstehen kann
- Wie Du Prinzipien der Anteile-Arbeit auch im Alltag für Dich nutzen kannst
- Wie Du unterscheiden kannst, ob Du gerade mit einem Anteil identifiziert bist oder ihm bewusst begegnest
- Warum Selbstmitgefühl nicht bedeutet, alles gutzuheißen, sondern innerlich ansprechbar zu bleiben
Anteile-Arbeit im Alltag
Anteile-Arbeit ist eine therapeutische Methode. Ihre Prinzipien können aber auch im Alltag hilfreich sein.
Zum Beispiel in Momenten, in denen Du merkst:
- Ich mache mich innerlich fertig.
- Ich fühle mich plötzlich klein und hilflos.
- Ich reagiere viel stärker, als es zur Situation passt.
- Ich ziehe mich zurück, obwohl ich Nähe möchte.
- Ich sabotiere etwas, das mir eigentlich wichtig ist.
- Ich kann mich nicht entscheiden, weil verschiedene innere Stimmen gegeneinander arbeiten.
In solchen Momenten kann Anteile-Arbeit helfen, nicht sofort in Selbstverurteilung zu rutschen. Stattdessen entsteht eine andere Frage:
Welcher Anteil in mir ist gerade aktiv?
Diese Frage kann entlasten. Sie schafft Abstand. Sie hilft, nicht vollständig mit einer inneren Stimme zu verschmelzen. Und sie öffnet die Möglichkeit, sich selbst differenzierter, freundlicher und wahrhaftiger zu begegnen.
Ein Jubiläum, das wir teilen möchten
20 Jahre Institut für Beziehungsdynamik sind für uns nicht nur ein Anlass zum Rückblick. Sie sind auch eine Gelegenheit, unsere Arbeit sichtbarer zu machen und mit mehr Menschen in Kontakt zu kommen.
Wir möchten im Jubiläumsjahr nicht nur erzählen, was wir anbieten. Wir möchten erfahrbar machen, wie wir denken, wie wir arbeiten und welche Haltung unsere therapeutische Praxis trägt.
Deshalb bieten wir im Rahmen unserer Jubiläumsreihe kostenfreie Online-Workshops an. Sie geben einen ersten Einblick in Themen, die uns seit vielen Jahren begleiten: Beziehung, Sexualität, Körper, Nervensystem, Selbsterfahrung, innere Dynamiken und persönliche Entwicklung.
Der Workshop von Pratibha Thoens zur Anteile-Arbeit ist Teil dieser Reihe.
Wir am Institut für Beziehungsdynamik
Seit 2006 begleiten wir am Institut für Beziehungsdynamik in Berlin Menschen bei Fragen rund um Beziehung, Sexualität und persönliche Entwicklung. Unsere Schwerpunkte liegen in der Paartherapie, Sexualtherapie, Körperpsychotherapie, Selbsterfahrung und in Aus- und Weiterbildungen.
Wir verstehen Beziehung, Selbstbeziehung und Sexualität nicht als getrennte Themen, sondern als lebendige Prozesse, die miteinander verbunden sind.
Innere Anteile spielen dabei eine zentrale Rolle. Denn das, was in Beziehungen sichtbar wird, beginnt oft im Inneren: als alte Schutzstrategie, als verletzter kindlicher Zustand, als Scham, als Rückzug, als Angriff, als Anpassung oder als Sehnsucht nach Kontakt.
Therapeutische Arbeit bedeutet aus unserer Sicht nicht, Menschen zu optimieren. Sie bedeutet, Räume zu schaffen, in denen Menschen sich selbst ehrlicher begegnen können – auch den Anteilen, die sie lange abgelehnt, versteckt oder bekämpft haben.
Über die Referentin: Pratibha Thoens
Pratibha Thoens ist Therapeutin und Ausbilderin am Institut für Beziehungsdynamik. Sie ist Heilpraktikerin begrenzt auf das Gebiet der Psychotherapie und arbeitet unter anderem mit Energetischer Körperpsychotherapie, Paar- und Sexualtherapie, systemischer Aufstellungsarbeit sowie Anteile-Arbeit.
Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören persönliche Entwicklungsprozesse, Beziehungs- und Lebenskrisen, Bewusstseins- und Schattenarbeit, Paarberatung, Paartherapie, Sexualtherapie für Frauen, Körperpsychotherapie, emotionale Selbstregulation sowie Meditations- und Entspannungsverfahren.
In ihrer Arbeit verbindet sie therapeutische Erfahrung, Körperorientierung, Selbsterfahrung und einen achtsamen Blick auf innere Prozesse. Dabei geht es ihr nicht nur um Verstehen, sondern um einen lebendigen Kontakt mit dem, was im Menschen wirkt.
Zum ausführlichen Profil von Pratibha Thoens
Für wen dieser Workshop interessant ist
Dieser Workshop kann für Dich passend sein, wenn Du Dich für innere Anteile, innere Kritiker, innere Kinder oder Selbstkontakt interessierst.
Vielleicht kennst Du das Gefühl, innerlich zerrissen zu sein. Ein Teil von Dir möchte Nähe, ein anderer zieht sich zurück. Ein Teil will mutig sein, ein anderer warnt vor Gefahr. Ein Teil sehnt sich nach Veränderung, ein anderer hält am Alten fest. Ein Teil will sich zeigen, ein anderer schämt sich.
Der Workshop kann Dir helfen, diese inneren Bewegungen besser zu verstehen.
Er ist interessant für Menschen, die persönliche Entwicklungsprozesse bewusster gestalten möchten, aber auch für Fachpersonen, Therapeut:innen, Berater:innen, Coaches und Weiterbildungssuchende, die unsere Arbeit am Institut für Beziehungsdynamik kennenlernen möchten.
Du brauchst keine therapeutische Vorerfahrung. Wichtig ist vor allem die Bereitschaft, Dich neugierig und ehrlich mit inneren Prozessen zu beschäftigen.
Was Du aus dem Workshop mitnehmen kannst
Der Workshop soll nicht nur informieren. Er soll Orientierung, Verständnis und einen ersten erfahrbaren Zugang vermitteln.
Du bekommst einen verständlichen Einblick in die Arbeit mit inneren Anteilen und erfährst, warum innere Kritiker, Saboteure oder verletzte kindliche Anteile nicht einfach „wegmüssen“, sondern häufig etwas Wichtiges über unsere Geschichte, unsere Schutzmechanismen und unsere Sehnsucht nach Beziehung erzählen.
Du lernst, warum der Kampf gegen innere Stimmen oft nicht hilft und wie eine andere Haltung entstehen kann: eine Haltung von Kontakt, Differenzierung, Selbstmitgefühl und innerer Verantwortung.
Vielleicht nimmst Du aus dem Workshop vor allem eine neue Frage mit:
Nicht: „Wie werde ich diesen Anteil los?“
Sondern: „Wie kann ich ihm begegnen, ohne mich von ihm bestimmen zu lassen?“
Genau darin kann ein neuer Raum entstehen – zwischen inneren Kritikern und inneren Kindern. Ein Raum, in dem Du Dich selbst wiederfinden kannst.
Hier klicken und kostenlos anmelden
Anmeldung zum kostenfreien Online-Workshop
Der Workshop findet am Mittwoch, den 08.07.2026 um 18:30 Uhr online per Zoom statt.
Die Teilnahme ist kostenfrei und unverbindlich.
Nach Deiner Anmeldung erhältst Du alle weiteren Informationen zugesendet.
Hier kostenlos zum Workshop anmelden
Wir freuen uns auf Dich.